Markt für Kryptowährungen könnte sich 2022 verdoppeln

Bitcoin
(Photo by Jievani Weerasinghe on Unsplash)

Essen – Der Bitcoin und mit ihm viele andere Kryptowährungen hatten einen denkbar schlechten Start ins Jahr 2022. Seit dem Höchststand im November 2021 von umgerechnet 68’763 US-Dollar ist der Kurs des Bitcoins auf heute gut 43’000 US-Dollar abgeschmiert. Im Schlepptau hat die Nummer eins der Kryptowährungen auch viele andere Coins wie Ethereum, Bitcoin Cash oder Ripple heruntergezogen.

Über Bitcoin Börsen im Vergleich können sich Interessierte einen Überblick zu günstigen Handelsplattformen verschaffen und auch die letzten Kursentwicklungen der wichtigsten Kryptowährungen nachvollziehen.

Anleger haben fast 10 % der gesamten Marktkapitalisierung abgezogen

Bei nicht wenigen Anlegern schwindet die Hoffnung, dass, dass sich der Markt stabilisiert und ein neuer Bullish Run beginnt. So zogen Anleger allein in der ersten Januarwoche rund 207 Millionen US-Dollar ab. Das sind 10 % der gesamten Marktkapitalisierung des Bitcoins. Die Schweizer Großbank UBS sieht gar einen „Krypto-Winter“ voraus, da wegen der Zinsanhebung seitens der FED in den USA Kryptowährungen derzeit „ihren Glanz verlieren“.

Dennoch gibt es Hoffnung, dass es alsbald wieder aufwärts gehen könnte. Experten wie die erfolgreiche Ökonomin Cathie Woods, die mit ihrer Investmentfirma ARK Invest mehrere börsengehandelte Fonds verwaltet, gehen davon aus, dass es sich bei dem jüngsten Einbruch des Bitcoin lediglich um eine begrenzte Korrektur handelt, die eng mit den Korrekturen an den Aktienmärkten zusammenhängt.

Gestützt wird diese These dadurch, dass weltweit immer noch verdammt viel Geld im Umlauf ist, dass irgendwie angelegt werden muss.

Während der Coronakrise sind hinsichtlich der Liquidität in den internationalen Finanzmärkten praktisch alle Dämme geflutet worden. Aber auch schon davor war enorm viel Geld im Markt, nicht zuletzt aufgrund der lockeren Geldpolitik unter anderem seitens der EZB, die sich bis heute dagegen sträubt, an der Zinsschraube zu drehen und den Leitzins anzuheben, um den Aufschwung in den südlichen Mitgliedsländern der EU nicht abzuwürgen. Der Preis ist unter anderem eine hohe Inflation, die seit mehr als 30 Jahren nicht mehr auf diesem Niveau lag.

Steigende Inflation könnte dem Bitcoin helfen

Aktuell erleben die Menschen eine seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr gekannte Inflation. Viele Anleger, machen sich daher zu Recht sorgen um ihr Kapital. Sie müssen im Grunde immer höhere Renditen erzielen, um letztlich noch eine reale „Verzinsung“ zu erhalten. Da es wegen der bereits angesprochenen Zinsanhebungen in den USA derzeit an den Aktienmärkten relativ mau aussieht, könnten gerade die immer wieder als Schwächen des Bitcoin zitierten Eigenschaften dem Bitcoin zu einem neuen Höhenflug verhelfen. Dies bezieht sich insbesondere auf die begrenzte Verfügbarkeit und die Volatilität der Kryptowährung.

Wegen der hohen Volatilität können die meisten Kryptowährungen schon vergleichsweise große Ausschläge nach oben verzeichnen, wenn Investoren Bitcoin & Co kaufen. Die Volatilität bezieht sich schließlich nicht nur auf das Risiko, dass der Bitcoin in kurzer Zeit sehr viel an Wert verlieren kann, sondern auch darauf, dass es in kurzer Zeit wieder steil nach oben gehen kann.

Die gegenüber dem Geldmarkt geringe Marktkapitalisierung und damit die begrenzte Verfügbarkeit könnte diesen Effekt noch verstärken. Sollte die Inflation weiterhin so hoch bleiben und nicht nur von kurzfristigen Effekten wie der Energiepreissteigerung gespeist werden, könnten Anleger tatsächlich auch den Bitcoin wieder für sich entdecken und sich auch auf andere Kryptowährungen stürzen. (BC2G/mc/hfu)


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.