Moonlight AI sammelt in einer Startkapitalrunde 3,3 Millionen US-Dollar ein
Courroux – Die Moonlight AI AG, ein Schweizer Startup, das Bildanalysesoftware für die klinische Diagnostik entwickelt, hat eine Startkapitalrunde in Höhe von 3,3 Millionen US-Dollar durchgeführt. Die Investition wurde gemeinsam geleitet von Lotus One Investment (Singapur), VP Venture Partners (Schweiz) sowie MEDIN-Fonds (Tunesien), unter Beteiligung von N&V Capital (Liechtenstein) und bestehender Investor QAI Ventures(Schweiz).
Während die Präzisionsonkologie auf den Zugang zu Genomdaten angewiesen ist, stellt die Next-Generation-Sequenzierung (NGS) aufgrund hoher Kosten und langer Durchlaufzeiten nach wie vor einen Engpass dar. Moonlight AI löst dieses Problem, indem es mithilfe von Computer Vision genomische Biomarker und komplexe Krankheitssignaturen direkt aus routinemäßigen Blutbildern und zytologischen Ausstrichen erkennt.
„Unsere Technologie ermöglicht es Labors, aus Objektträgern, die sie bereits in ihren Kernarbeitsabläufen verwenden, sofort verwertbare Ergebnisse zu generieren,“ sagte Christian Ruiz, CEO und Mitbegründer von Moonlight AI. „Indem wir den Bedarf an teurer Hardware oder manuellen Abläufen beseitigen, ermöglichen wir es Labors, ihre Diagnosekapazitäten zu erweitern und den Patienten schnellere Ergebnisse zu liefern.“
Skalierung des weltweit ersten zytopathologischen Datensatzes, der Bildgebung und Genomik umfasst
Ein Schwerpunkt der Seed-Finanzierungsrunde von Moonlight AI ist die Ausweitung ihrer eigenen Datenbibliothek, die als erste die Ganzobjektträger-Bildgebung von zytopathologischen Proben mit hochwertigen Genomdaten verknüpft. CTO und Mitbegründerin Nicole H. Romano: „Durch die Zusammenarbeit mit einem internationalen Konsortium klinischer Partner stellen wir einen Datensatz zusammen, der dazu beitragen soll, die Robustheit des Modells in realen Laborumgebungen und bei verschiedenen Patientengruppen zu gewährleisten.“
An dieser Finanzierungsrunde beteiligt sich ein internationales Investorenkonsortium aus Europa, Nordafrika und Asien:
Alexandra Beckstein, QAI Ventures:„Da wir Moonlight AI schon früh unterstützt haben, ist es erfreulich zu sehen, dass das Team diesen Meilenstein erreicht hat. Wir freuen uns darauf, die weiteren Fortschritte auf dem Weg zur klinischen Anwendung und zur Skalierung mitzuverfolgen.“
Asmita Dwivedi, Lotus One Investment Pte. Ltd.: „Wir haben mit großer Überzeugung in die Gründer investiert, die fundiertes klinisches und wissenschaftliches Fachwissen mit einer klaren Zielstrebigkeit verbinden. Sie schließen eine entscheidende Lücke in der Krankheitserkennung und haben das Potenzial, hochwertige Diagnostik erschwinglicher und breiter verfügbar zu machen.“
Ruth Ketley, Vizepräsidentin bei Venture Partners: „Moonlight AI geht einen echten Engpass in der klinischen Diagnostik an. Das Team hat das Potenzial, die Laboreffizienz und die Patientenversorgung deutlich zu verbessern.“
Ghazi Ben Othman, MEDIN-Fonds: „Wir freuen uns sehr, ein wissenschaftliches Team von Weltklasse zu unterstützen, das bahnbrechende Technologien entwickelt, um Millionen von Krebspatienten Linderung zu verschaffen.“
Moonlight AI wird die Finanzmittel dazu nutzen, sein Team zu vergrössern und Diagnoselösungen für das myelodysplastische Syndrom (MDS), nicht-kleinzelligen Lungenkrebs und chronische lymphatische Leukämie (CLL) weiterzuentwickeln, während gleichzeitig der Weg zur Markteinführung und behördlichen Zulassung beschleunigt wird.
Dr. Stefan Habringer, Chief Medical Officer und Mitbegründer von Moonlight AI, erklärt: „Der Erfolg KI-basierter Diagnostik hängt entscheidend von der Qualität und Vielfalt der klinischen Daten ab. Deshalb öffnen wir unser Konsortium für weitere Krankenhäuser und Labore, die daran interessiert sind, die nächste Generation der Diagnostik mitzugestalten.“ (Moonlight/mc/hfu)