Nidwaldner Kantonalbank: Starkes Wachstum im Halbjahr

Heinrich Leuthard

Heinrich Leuthard, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Nidwaldner Kantonalbank. (Foto: NKB)

Stans – Die Nidwaldner Kantonalbank (NKB) hat mit einem Halbjahres­gewinn von CHF 6,4 Mio. das Vorjahresergebnis leicht übertroffen. Der anhaltende Margenverfall – verursacht durch Konkurrenzdruck und historisch tiefe Zinssätze am Geld- und Kapital­markt – konnte durch das höhere Geschäftsvolumen teilweise abgefedert werden. Trotz der höheren Kosten für die Absicherung der Festhypotheken konnte der Bruttogewinn gegenüber dem ersten Semester 2013 um CHF 0,6 Mio. auf CHF 13,8 Mio. gesteigert werden. Darin enthal­ten ist eine Rückzahlung von CHF 0,7 Mio. aus dem 2013 zurückgestellten Beitrag zur Ausfinanzierung der Deckungslücke der Pensionskasse Nidwalden, wie das Institut am Freitag mitteilt.

Gegenüber dem Vorjahresendwert verzeichnet die Bilanzsumme eine Zunahme um CHF 367,6 Mio. (9,7 %) auf CHF 4,158 Mrd. Die Ausleihungen an Kunden haben im ersten Halbjahr 2014 um CHF 94,9 Mio. zugenommen. Dieses erfreuliche Wachstum wurde bei unveränderter Kreditpolitik und trotz anhaltend hoher Amortisa­tionsquote erreicht. Der NKB sind im ersten Semester neue Kundengelder im Umfang von CHF 55,2 Mio. (+ 2,0 %) zugeflossen. Das Total der Kundengelder beläuft sich per Mitte 2014 auf CHF 2,833 Mrd.

Zinserfolg leicht rückläufig
Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft – die Hauptertragsquelle der Bank – konnte infolge hartem Wett­bewerb und enger werdender Zinsmargen nicht ganz gehalten werden (Abnahme um 1,7 % von CHF 22,8 Mio. auf CHF 22,4 Mio.). Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft nahm um 11,7 % oder CHF 0,1 Mio. zu.

Bruttogewinn steigt deutlich an
Der im ersten Semester 2014 erwirtschaftete Bruttoerfolg beläuft sich auf CHF 29,2 Mio., was einer Zunahme von 1,6 % (oder CHF 0,5 Mio.) entspricht. Der Bruttogewinn liegt im Vergleich zum Juni 2013 um 5,0 % höher bei CHF 13,8 Mio. Nach Abschreibungen und weiterhin sehr moderaten Wertberichtigungen und Rückstellungen resultiert ein um CHF 0,3 Mio. tieferes Zwischener­gebnis von CHF 11,7 Mio. Nach der Zuweisung an die Rückstellungen für allgemeine Bankrisiken von CHF 5,5 Mio. zur kontinuierlichen Stärkung der Eigenmit­tel verbleibt ein Semesterergebnis von CHF 6,4 Mio.

Stabiles Jahresergebnis erwartet
Ausgehend vom Halbjahresabschluss rechnet die NKB trotz des anhaltenden Tiefzinsumfeldes, der Er­höhung des antizyklischen Kapitalpuffers sowie der Umsetzung der immer komplexer werdenden regu­latorischen Anforderungen mit einem stabilen Jah­resergebnis. (NKB/mc/ps)

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