Presse: Kritik an Raiffeisen wegen Informationen über Stellenabbau

Presse: Kritik an Raiffeisen wegen Informationen über Stellenabbau
(Bild: Raiffeisen)

St. Gallen – Raiffeisen Schweiz hat ihre Mitarbeiter laut den CH Media-Zeitungen erst Stunden nach der allgemeinen Bekanntmachung am Nachmittag persönlich über einen geplanten Stellenabbau informiert. Die Bank begründete dies mit der «Regelung der Ad-hoc-Publizitätspflicht», wie sie den Zeitungen am Donnerstag mitteilte. Eine Vorabinformation von Mitarbeitern wäre nach eigener Darstellung nicht erlaubt gewesen. Die Medienmitteilung sowie das interne Informationsschreiben seien jedoch zeitgleich verschickt worden.

«Das ist schlechter Stil», sagte der Präsident des Schweizerischen Bankpersonalverbands, Michael von Felten, zu den CH Media-Zeitungen. «Wir gehen davon aus, dass viele Mitarbeitende die Hiobsbotschaft zuerst am Radio oder über eine Pushmeldung auf dem Handy erfahren haben.»

Welche Abteilungen vom Stellenabbau betroffen sind und inwiefern er sich auf die beiden Hauptstandorte St. Gallen und Zürich auswirken wird, wolle die Bank weiterhin nicht mitteilen. «Es werden bis zu 70 Kündigungen notwendig sein», sagte ein Raiffeisen-Sprecher. (awp/mc/ps)

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