Regimes schwächen mit Kryptowährungen Sanktionen ab

Regimes schwächen mit Kryptowährungen Sanktionen ab
(Photo by Andre Francois on Unsplash)

Berlin – Nordkoreanische Hacker mit Krypto-Beute in Milliardenhöhe, die Finanzierung des militanten Flügels der Hamas und die Aktivitäten des Irans im Krypto-Bereich: David Carisle, Head of Community Manager bei Elliptics, spricht in einem exklusiven Interview mit Kryptoszene.de über politischen Missbrauch von Digitalwährungen, Cyberkriminalität und Trends in der Branche.

„Es gibt ziemliche viele verlässliche Beweis dafür, dass Nordkorea Kryptowährungen eingesetzt hat, um mögliche Wirtschaftssanktionen abzuschwächen“, so David Carisle von Elliptics. Nordkorea sei ein krimineller Akteur, welcher unter anderem Krypto-Exchanges hacke. Tatsächlich seien die Transaktionen entgegen öffentlicher Meinung so transparent, dass kriminelle Aktivitäten eindeutig lokalisiert werden könnten. Elliptics beobachte, woher Gelder kommen und wohin sie fliessen. Einige Transaktionen „waren eindeutig auf Nordkorea zurückzuführen“, so Carisle. Und dies in einer beträchtlichen Grössenordnung: „Wir reden von zehn bis zu hunderten Milliarden Dollar im Wert von Kryptowährungen“. Auch der Iran sei direkt ins Krypto Hacking involviert.

Terrorismusfinanzierung
Im Zuge der Terrorismusfinanzierung würden Kryptowährungen ebenfalls missbraucht werden. Elliptics habe bei 28 digitalen Währungen verdächtige Aktivitäten festgestellt. Die Menge krimineller Aktivitäten sei im Verhältnis zum gesamten Handelsvolumen allerdings sehr gering. Zudem habe sich der Anteil verringert.

Trotz des Missbrauchs und akuten Herausforderungen glaube er weiterhin an die Zukunft von Kryptowährungen. Beim Hacking handle es sich nach David Carisle um das grösste Problem der Branche. Insbesondere die grossen Exchanges seien anfällig für Diebstahl. Dennoch: Das Interesse im Mainstream und der Finanzinstitutionen steige unentwegt. Seiner Meinung nach ermöglichen Kryptowährungen die finanzielle Inklusion. Vor allem in Entwicklungsländern sei feststellbar, dass die Währungen als richtige Zahlungsmethode benutzt werden. (mc/pg)

Hier geht es zum ausführlichen Interview.

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