Schaffhauser und Walliser KB nehmen am US-Programm in Kategorie 2 teil

Jean-Daniel Papilloud

Jean-Daniel Papilloud, Direktionspräsident Walliser Kantonalbank. (Foto: WKB)

Schaffhausen – Auch die Schaffhauser Kantonalbank (SHKB) und die Walliser Kantonalbank (WKB) nehmen am US-Programm zur Lösung des Steuerkonflikts teil, und zwar in Kategorie 2. Dieser Entscheid sei aus Sicherheitsgründen getroffen worden, teilte die Schaffhauser Kantonalbank mit. «Wir wollen zu Gunsten unserer Kunden und Mitarbeitenden die höchstmögliche Sicherheit schaffen und den schnellstmöglichen Weg zur endgültigen Bereinigung wählen», so die Bank.

Nach den Diskussionen der letzten Wochen sei der Weg in die Kategorien 3 und 4 praktisch unmöglich geworden und mit grossen Unsicherheiten behaftet, meint die SHKB. Das sei für die Bank sehr schmerzlich, habe man doch zu keiner Zeit strukturiert und aktiv US-Personen angeworben oder Kunden in den USA besucht.

Ähnlich tönt es aus dem Wallis: Auch wenn die WKB nur im Wallis tätig sei und sie die amerikanische Kundschaft nie als Zielmarkt gehabt oder Akquisitionsaktivitäten diesbezüglich geführt habe, habe man sich aus Gründen der Rechtssicherheit für diese Kategorie entschieden, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag. Da das Wallis ein Tourismuskanton sei, gebe es einzelne US-Personen im Kundenportfolio.

Entscheid von drei Kantonalbanken steht noch aus
Mit der SHKB und der WKB haben sich nun insgesamt 12 der 24 Schweizer Kantonalbanken für die Kategorie 2 angemeldet. Sechs Kantonalbanken haben sich für die Kategorie 4 entschieden, die Thurgauer Kantonalbank will entweder die Kategorie 3 oder 4 wählen. Noch ausstehend sind die Entscheide der Kantonalbanken von Neuenburg, Freiburg sowie Tessin. Die Kantonalbanken von Zürich und Basel gehören zur sogenannten Gruppe 1, gegen die bereits eine Untersuchung der US-Behörden läuft.

Hypo Lenzburg ebenfalls in Kategorie 2
Auch die Hypothekarbank Lenzburg nimmt am US-Programm zur Lösung des Steuerkonflikts teil, und zwar in Kategorie 2. Dieser Beschluss schliesst den nachträglichen Wechsel in die Kategorie 3 nicht aus, teilte das Finanzinstitut am Dienstagabend mit. (awp/mc/pg)

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