Schwaches Handelsgeschäft lässt Gewinn bei Morgan Stanley einbrechen

James Gorman
James Gorman, CEO Morgan Stanley.

James Gorman, CEO Morgan Stanley.

New York – Die Unsicherheiten an den Kapitalmärkten haben der US-Investmentbank Morgan Stanley im dritten Quartal schwer zugesetzt. Unter dem Strich sackte der Überschuss verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 40 Prozent auf rund eine Milliarde Dollar ab, wie das Institut am Montag in New York mitteilte. Neben einem schwachen Handelsgeschäft vor allem mit Anleihen musste die Bank einen Verlust seiner asiatischen Finanzbeteiligungsgesellschaft hinnehmen. Ohne Bilanzgewinne aus der Aufwertung der eigenen Schulden wäre der Gewinn noch stärker eingebrochen. Die Erwartungen von Analysten verfehlte Morgan Stanley klar.

In der vergangenen Woche hatte bereits der Konkurrent Goldman Sachs einen heftigen Gewinnrückgang gemeldet. Neben den Sorgen um die Wirtschaftsentwicklung in China bremsten auch die Unklarheiten über die künftige Geldpolitik der US-Notenbank die Investmentbanken. Viele Investoren halten sich angesichts dieser Unsicherheiten mit Geschäften zurück. Die schwachen Geschäfte konnten hingegen Bank of America, JPMorgan und Citigroup durch Kosteneinsparungen mehr als wettmachen. (awp/mc/ps)

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