Société Générale will 1600 Stellen streichen

Frédéric Oudéa
Frédéric Oudéa, CEO Société Générale.

Paris – Die französische Grossbank Société Générale (SocGen) will mit ihrem Sparkurs Ernst machen und bis zu 1600 Stellen streichen. Das teilte die Bank am Dienstag in Paris mit. Rund 750 Stellen sollen in Frankreich wegfallen. Der Gewerkschaftsbund CGT (Confederation generale du travail) hatte bereits am Montagabend auf einer Webseite die Details veröffentlicht. Den Grossteil des Jobabbaus wolle die Bank im Investmentbanking vornehmen, dort seien rund 1200 Jobs in Gefahr, so die Gewerkschaft. Insgesamt beschäftigt die Bank weltweit mehr als 149’000 Menschen.

Bankchef Frédéric Oudéa hatte Anfang Februar angekündigt, weitere 500 Millionen Euro einsparen zu wollen. Die Bank kämpft mit einem schwachen Geschäft in heimischen Filialen und einem schwierigen Umfeld mit niedrigen Zinsen. Oudéa hatte das Ziel für die Kapitalrendite im Konzern im Jahr 2020 bereits von zuvor 11,5 Prozent auf 9 bis 10 Prozent gesenkt.

Um den Problemen Herr zu werden, will die Bank die risikogewichteten Aktiva nach Angaben der Gewerkschaft um 10 Milliarden Euro senken. So soll im Investmentbanking die Kapitalrendite weiter auf bis zu 11,5 bis 12,5 Prozent erhöht werden, vergangenes Jahr lag sie bei 7,8 Prozent. Zu den Massnahmen gehört auch, dass die Bank ihr direktes Geschäft mit Rohstoffen schliesst sowie auch die Tochter für den Eigenhandel dichtmacht. Das Geschäft mit Derivaten insbesondere im Anleihen und Währungshandel soll umgebaut werden, um es profitabler zu machen. (awp/mc/ps)

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