Sparbatze AG: Wenn der Arbeitgeber den Säule-3a-Beitrag bezahlt

Sparbatze
Die Sparbatze-Gründer Oliver Steeg (l.) und Ivan Sosio. (Foto: zvg)

Zürich – Jeder zweite Arbeitnehmende würde es begrüssen, wenn sein Arbeitgeber einen Teil des Lohns automatisch in eine Säule-3a-Lösung einzahlen würde. Dies ergab eine Umfrage, die Sparbatze zu den Präferenzen in der gebundenen Vorsorge durchgeführt hat. Grossen Anklang findet auch die Möglichkeit, zukünftig rückwirkende Einzahlungen tätigen zu können. Potenzial besteht bei der Förderung des Wertschriftensparens.

Die Arbeitgeber ziehen Ende Monat vom Lohn ihrer Angestellten automatisch deren Anteil an den Beiträgen für die AHV und die Pensionskasse ab und wickeln die Einzahlungen in die 1. und 2. Säule ab. Eine vergleichbare Lösung würden sich die Hälfte der Arbeitnehmenden auch für die Säule 3a wünschen. Dies haben sie in einer von der unabhängigen digitalen Vorsorgeplattform Sparbatze in Auftrag gegebenen Studie angegeben.

Vorsorge vor Steuerersparnis
In der Sommersession 2020 hatte sich nach dem Ständerat auch der Nationalrat dafür ausgesprochen, dass in der Säule 3a nachträgliche Einzahlungen für diejenigen Jahre möglich sein sollen, in denen die Sparerinnen und Sparen nicht oder nicht im vollen Umfang den gesetzlichen Maximalbetrag einzahlen konnten (Motion Ettlin). Über 80 Prozent der Befragten würden diese Möglichkeit begrüssen.

Wer in die Säule 3a einzahlt, tut dies weniger, um Steuern zu sparen. Im Vordergrund steht für die grosse Mehrheit der Befragten klar die Vorsorge. Insgesamt beurteilen sie die Altersvorsorge mit ihren drei Säulen als sicher. Dieser Meinung sind zwei Drittel der Befragten.

Knapp 30% mit 3a-Wertschriftenlösung
Obschon die Säule-3a-Kontolösung kaum mehr Zinsen bringt, verfügen erst knapp 30 Prozent der Befragten über eine 3a-Wertschriftenlösung. Rund 70 Prozent können sich aber vorstellen, zukünftig in Wertschriften zu investieren. Noch halten sie allerdings die Säule-3a-Kontolösung für sicherer (89%) als eine Säule-3a-Wertschriftenlösung (56%).

«Angesichts des langfristigen Horizonts und vor dem Hintergrund des anhaltenden Tiefzinsumfelds hat das Wertschriftensparen klare Vorzüge gegenüber dem Kontosparen. Es geht nun darum, das Bewusstsein für diese Vorteile zu fördern und das entsprechende Wissen einfach und verständlich zu vermitteln, damit die Vorsorgesparerinnen und -sparern die sich bietenden Ertragschancen für sich nutzen können», erläutern die Sparbatze-Gründer Ivan Sosio und Oliver Steg.

Bei den Anlagen geht den Befragten Sicherheit vor Rendite. Ausserdem legen die Inhaber von Säule-3a-Vorsorgelösungen grossen Wert auf die Transparenz, in welche Wertschriften investiert wird, und auf eine hohe Flexibilität bei ihrer Wertschriftenanlage. Wichtig ist ihnen auch, selbst mitbestimmen zu können, wie ihre Vorsorgegelder investiert werden. (Sparbatze/mc)

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