Swiss Life bleibt auf Wachstumskurs

Swiss Life-CEO Patrick Frost. (Foto: Swiss Life)

Zürich – Die Swiss Life steigert das Geschäftsvolumen nach neun Monaten über Erwarten klar, wobei sich das Wachstum im dritten Quartal sogar noch beschleunigt hat. Einmal mehr wurde die Performance von der guten Entwicklung im Heimmarkt Schweiz getragen. Ein verbesserter Produktmix und das weit fortgeschrittene Sparprogramm dürften positiv auf die Profitabilität durchschlagen. An der Börse setzen die Aktien derweil die Erholung der vergangenen Wochen fort.

In den Monaten Januar bis September hat die Swiss Life die Bruttoprämieneinnahmen, Policengebühren und erhaltenen Einlagen um 5% auf 14,4 Mrd CHF (+6% in Lokalwährungen) gesteigert, wie es am Mittwoch in einer Mitteilung hiess. Dabei wuchs das Geschäftsvolumen allein im dritten Quartal um 9% auf 3,57 Mrd (+10%).

Starker Heimmarkt
Stark zeigte sich die Gruppe in der Schweiz, wo das Volumen im Quartal 18% und nach neun Monaten um 13% auf 8,21 Mrd CHF gestiegen ist. Sowohl das Geschäft mit der beruflichen Vorsorge (+12%) als auch der Bereich Einzelleben (+17%) hätten ihren Beitrag dazu geleistet, sagte CFO Thomas Buess an einer Telefonkonferenz. Das BVG-Geschäft ziehe nach wie vor KMU-Kunden an, die in der Personalvorsorge auf Sicherheit setzen. Im Einzelleben habe die Lancierung neuer Produkte am Markt Anklang gefunden.

Auch im zweitgrössten Markt Frankreich resultierte ein Plus von 6% auf 3,65 Mrd (+7% in Lokalwährungen). Mit einem Anteil von 54% an Fondsprodukten im Neugeschäft sei die Prämienqualität im französischen Lebensversicherungsgeschäft hoch gehalten worden, hiess es. Ausserdem sei mit Kranken- und Invaliditätsversicherungen 6% beziehungsweise 4% mehr verdient worden.

Deutschland-Geschäft im Umbau
Demgegenüber gingen die Einnahmen in Deutschland um 6% auf 1,13 Mio CHF (-5% in LW) zurück. Hier baut die Swiss Life um: Gewisse Einmaleinlage-Produkte wurden gestoppt und Tarife angepasst. Das erklärte Ziel ist es, das Geschäft nachhaltig profitabel zu gestalten.

In der Markteinheit International sanken die Einnahmen um 20% auf 1,44 Mrd (-19%). Ein wesentlicher Teil macht das PPLI-Geschäft aus, indem vermögende Kunde über sogenannte Versicherungsmäntel Steuern optimieren. Es besteht der Verdacht auf Steuerdelikte. Die US-Behörden hätten aber diesbezüglich nach wie vor noch keinen Kontakt mit Swiss Life aufgenommen, sagte Buess.

Insgesamt nahmen die Kommissions- und Gebührenerträgen der Swiss Life um 8% auf 890 Mio zu. Die Swiss Life Asset Managers verbuchten mit externen Kunden einen Nettoneugeldzufluss von 3,2 Mrd CHF und die verwalteten Vermögen für Externe stiegen auf 31,8 Mrd an.

Solvabilität wächst weiter
Mit den Kapitalanalagen erreichte die Swiss Life nach neun Monaten eine nicht annualisierte direkte Anlagerendite von 2,5% (VJ 2,6%) und die Nettoanlagerendite lag nicht annualisiert bei 2,9% nach 3,1%. Damit sei die Gruppe auf Kurs, das Ziel von 3,2 bis 3,4% zu erreichen, glaubt Buess. Die Gruppensolvabilität stieg seit dem Halbjahr bis Ende September um 11 Prozentpunkte auf 254%. Bereinigt um nicht realisierte Gewinne und Verluste auf Anleihen nahm die Solvabilität um 2 Prozentpunkte auf 200% zu und mit der SST-Quote bewege man sich immer noch im „grünen Bereich“.

Mit Zielen auf Kurs
Mit den Vorgaben aus dem Programm „Swiss Life 2015“ sei man auf Kurs, hiess es weiter. Bereits per Ende September seien über 90% der geplanten Massnahmen umgesetzt worden und im Neugeschäft liege der Anteil moderner Produkte mit 82% nahe am Ziel von 85%. Auch das Ziel für die Neugeschäftsmarge von 1,5% werde man 2014 trotz tiefer Zinsen übertreffen, versprach Thomas Buess. (awp/mc/pg)

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