Trotz Sparkurs: Portugals Schuldenberg wird immer grösser

Pedro Passos Coelho

Portugals Ministerpräsident Pedro Passos Coelho.

Lissabon – Der Schuldenberg von Portugal steigt auch nach der Überwindung der schlimmen Finanzkrise im Euro-Land weiter ungebremst an. Wie die Zentralbank in Lissabon am Donnerstag mitteilte, kletterten die portugiesischen Staatsschulden im zweiten Quartal 2014 auf 223,27 Milliarden Euro. Das entspricht den Angaben zufolge 134 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Zum 31. März lagen die Verbindlichkeiten noch bei 220,68 Milliarden oder 132,9 Prozent des BIP.

Die konservative Regierung von Ministerpräsident Pedro Passos Coelho hatte sich ein Schuldenziel von 130,2 Prozent bis Ende des laufenden Jahres gesetzt. Seit Beginn der Finanzkrise nahm die Schuldenlast Portugals deutlich zu. Ende 2010 hatte sie nach Angaben der «Banco de Portugal» bei 93 Prozent gelegen.

Hilfspaket über 78 Milliarden Euro
Portugal verliess im Mai den Euro-Rettungsschirm. Vor gut drei Jahren, im Mai 2011, hatte die «Troika» aus Europäischer Union (EU), Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) das Land mit einem Hilfspaket von 78 Milliarden Euro vor einem drohenden Bankrott bewahrt. (awp/mc/ps)

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