UBS: Axel Weber soll 2013 Kaspar Villiger ablösen

Axel Weber

Axel Weber, designierter UBS-VR und -Präsident.

Zürich – Die Grossbank UBS holt den vormaligen Präsidenten der Deutschen Bundesbank an Bord. Axel Weber wird der ordentlichen Generalversammlung vom 3. Mai 2012 als neues Mitglied des Verwaltungsrates vorgeschlagen. Seine Wahl vorausgesetzt, soll er zum vollamtlichen Vizepräsidenten ernannt werden.

Nach dem ersten Amtsjahr soll er 2013 dann die Nachfolge von Kaspar Villiger an der Spitze des Verwaltungsrates antreten, teilte die UBS am Freitag mit. Weber war lange im Gespräch als Nachfolger des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet. Nun ist aber der Italiener Mario Draghi als Nachfolger Trichets nominiert worden.

Villiger seit 2009 UBS-VRP
Alt Bundesrat Kaspar Villiger war im April 2009 anstelle von Peter Kurer an die Spitze des UBS-Verwaltungsrats gerückt. Der Luzerner übernahm dieses Amt nach der existenzbedrohenden Krise der grössten Schweizer Bank. Villiger war von 1989 bis 2003 Mitglied der Landesregierung gewesen. Axel Weber, Jahrgang 1957, war zwischen 30. April 2004 und 30. April 2011 Präsident der Deutschen Bundesbank. Davor hatte er als Professor für Wirtschaftstheorie und internationale Ökonomie an diversen Universitäten in Deutschland doziert. Zudem war Axel Weber Direktor des Center for Financial Studies in Frankfurt am Main. Er ist Ehrendoktor der Universitäten Duisburg-Essen und Konstanz.

„Starke Persönlichkeit von internationalem Format“
„Es freut mich, dass ich mit der Nominierung von Axel Weber eine starke Persönlichkeit von internationalem Format als vollamtlichen Verwaltungsrat und zukünftigen Präsidenten vorstellen kann“, lässt sich UBS-Verwaltungsratspräsident Kaspar Villiger in der Mitteilung zitieren. „Er verfügt über eine ausserordentlich breite Expertise im internationalen Finanz- und Bankwesen sowie stark ausgeprägte Führungserfahrung. Mit seiner Wahl werden eine reibungslose Nachfolge sowie Stabilität sichergestellt. Ich bin überzeugt, dass sein Erfahrungsschatz und seine Fähigkeiten für UBS äusserst wertvoll sein werden.“

„Attraktive Perspektive“
Axel Weber sagt zu seiner Nomination: „UBS ist ein dynamischer weltweit tätiger Finanzdienstleister mit traditionellen europäischen Wurzeln. Die Zukunft der Bank mitgestalten zu können ist für mich eine attraktive Perspektive, und ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem Verwaltungsrat, dem Management-Team und CEO Oswald Grübel. Dabei müssen Stabilität und eine langfristige strategische Ausrichtung im Zentrum stehen. Der eingeschlagene erfolgreiche Weg, die starke globale Kundenbasis und das ausgewogene Geschäftsmodell sind sehr gute Voraussetzungen.“

Weber erhält Einmalzahlung von 2 Mio CHF
Axel Weber lässt sich den Wechsel zur UBS mit einer Einmalzahlung von 2 Mio CHF versüssen. Als Teil eines Gesamtpaketes erhält er im Fall einer Wahl in den Verwaltungsrat an der Generalversammlung 2012 zudem 200’000 Aktien der Grossbank, die für ein Jahr blockiert sind. Wie die Bank am Freitag mitteilt, beträgt bei Webers Wahl zum vollamtlichen Vizepräsidenten das jährliche Grundgehalt 1,5 Mio CHF, zuzüglich 150’000 UBS-Aktien, die für vier Jahre blockiert sind. Als VRP werde sich seine Vergütung dann auf 2 Mio CHF und 200’000 für vier Jahre blockierte UBS-Aktien erhöhen. Herr Weber wolle bereits heute Transparenz über seine Anstellungsbedingungen schaffen, so die Mitteilung weiter. (awp/UBS/mc/upd/ps)

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