UBS: Fed erklärt Durchsetzungsmassnahmen wegen Archegos-Pleite für beendet

UBS: Fed erklärt Durchsetzungsmassnahmen wegen Archegos-Pleite für beendet
Der Zusammenbruch des US-Hedgefonds Archego von Bill Hwang war ein massgeblicher Auslöser des Untergangs der Credit Suisse.

Washington – Die US-Notenbank Fed hat die im Jahr 2023 verhängten Durchsetzungsmassnahmen gegen die von der UBS übernommene Credit Suisse für beendet erklärt. Bei den Massnahmen ging es um schwerwiegende organisatorische Mängel bei der CS im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch des Hedgefonds Archegos, wie das Fed am Freitag bekannt gab.

Das Fed hatte im Sommer 2023 gegen die Credit Suisse respektive gegen deren Muttergesellschaft UBS eine Busse von 268,5 Millionen Dollar verhängt. Die US-Notenbank hatte die Schweizer Institute ausserdem zu umfangreichen Verbesserungen unter anderem bezüglich Aufsicht, Liquiditätssteuerung, den Umgang mit Gegenparteien oder dem Datenmanagement verpflichtet.

Die damalige Massnahmen des Fed waren im Einklang mit anderen Aufsichtsbehörden erfolgt. So hatte auch die britische Aufsichtsbehörde für Finanzdienstleistungen (PRA) eine weitere hohe Strafzahlung von fast 120 Millionen Dollar verhängt. Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht Finma hatte ihrerseits von der CS «Korrekturmassnahmen» aufgrund der von ihr festgestellten gravierenden Mängel verlangt.

Der Zusammenbruch des US-Hedgefonds Archegos im März 2021 gehörte zu den wichtigsten Auslösern des Untergangs des Credit Suisse. Er hatte die damals zweitgrösste Schweizer Bank insgesamt rund 5 Milliarden gekostet. Der Kollaps des vom US-Investor Bill Hwang geführten Hedgefonds traf zwar eine Reihe von Finanzinstituten, die Credit Suisse war aber finanziell weitaus am stärksten betroffen. (awp/mc/ps)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert