UBS-GV billigt Vergütungsbericht in Konsultativabstimmung mit 85%

Axel Weber
UBS-VRP Axel Weber.

UBS-Präsident Axel Weber.

Basel – Die Aktionäre der UBS Group haben an der laufenden Generalversammlung am Dienstag in Basel in einer Konsultativabstimmung mit knapp 85% JA dem Vergütungsbericht zugestimmt (Traktandum 1.2.). Im Detail erhielt der Bericht 84,8% JA und 12,8% NEIN bei 2,4% Enthaltungen. Die Kritik der Aktionäre hielt sich in Grenzen, lediglich ein einziger Aktionär sprach sich im Vorfeld der Abstimmung explizit gegen die Zustimmung zu diesem Traktandum aus. Er erwähnte dabei insbesondere die schwache Performance der Aktie.

VR-Präsident Axel Weber betonte, dass der Ausgang der Abstimmung – obwohl nur konsultativ und entsprechend nicht bindend – für die Leitung der Grossbank sehr wichtig sei. «Es zeigt uns den klaren Willen der Aktionäre und wird entsprechend von uns ernst genommen», so Weber vor den knapp 1500 Aktionären.

Nach gut zwei Stunden war es zur ersten Abstimmung gekommen. Der Lagebericht sowie die Konzernrechnung und Jahresrechnung der UBS Group AG (Traktandum 1.1.) erhielt eine Zustimmung von knapp 98%. Den Traktanden 2.1. (Gewinnverwendung und ordentliche Dividendenausschüttung) und 2.2. (Ausschüttung einer Sonderdividende) wurde jeweils mit 99,8% zugestimmt. Der Entlastung des Verwaltungsrates und der Konzernleitung für das Geschäftsjahr 2015 (Traktandum 3) wurde mit 94,5% zugestimmt.

Wieder etwas geringere Zustimmung mit 85,9% gab es für den Gesamtbetrag der variablen Vergütungen von 71,25 Mio CHF, welcher an die Mitglieder der Konzernleitung für das vergangene Geschäftsjahr 2015 ausgeschüttet wird (Traktandum 4), während der Antrag für eine maximale fixe Vergütung für die Konzernleitung im kommenden Jahr 2017 in der Grössenordnung von 28,5 Mio CHF eine Zustimmungsquote von 95,1% erhielt.

Zwei neue Verwaltungsräte gewählt
Die Aktionäre haben ausserdem an der Versammlung den US-Staatsbürger Robert Scully und den deutsch-schweizerischen Doppelbürger Dieter Wemmer mit Zustimmungsraten von je gut 97% neu in den Verwaltungsrat gewählt. Die bisherigen Verwaltungsräte – inklusive Axel Weber als Präsident und Michel Demaré als Vizepräsident – wurden alle für ein Jahr wiedergewählt. Den höchsten JA-Stimmen-Anteil erhielten die beiden Schweizerinnen Isabelle Romy und Beatrice Weder di Mauro mit je rund 97,5%, während William Parrett mit einem JA-Anteil von 93,9% die wenigsten Stimmen erhielt.

Weiter musste auch noch über die maximale Vergütung der Verwaltungsratsmitglieder für den Zeitraum der ordentlichen GV 2016 bis zur ordentlichen GV 2017 abgestimmt werden (Traktandum 7). Den Gesamtbetrag von 14,0 Mio CHF genehmigten 91,8% der Aktionäre.

Etwas umstritten war ausserdem noch die Wiederwahl von Ernst & Young als Revisionsstelle für ein weiteres Jahr, wollte sich doch die Anlagestiftung Ethos gemäss Presseberichten gegen den Antrag stellen. Der Antrag schaffte die Mehrheit mit einem JA-Anteil von 93,4% zum Schluss allerdings problemlos. VR-Präsident Axel Weber betonte die langjährige gute Partnerschaft: Ernst & Young ist bereits seit der Fusion von SBG und SBV im Jahre 1998 zur heutigen UBS Revisorin der Grossbank.

Anwesend oder vertreten waren knapp 1500 Aktionäre mit rund 72% der Aktienstimmen. (awp/mc/upd/ps)

 

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