UBS setzt trotz Handelsstreit auf chinesische Anlagen

UBS setzt trotz Handelsstreit auf chinesische Anlagen
Sergio Ermotti, CEO UBS. (Foto: UBS)

Zürich – Die UBS setzt trotz des Handelsstreits zwischen den USA und China auf chinesische Anlagen. Aus globaler Sicht mahnt die Grossbank nach dem Auschwung seit Anfang Jahr hingegen zur Vorsicht.

Die Risiken für Investoren seien nach der starken Entwicklung auf den Weltmärkten gestiegen, heiss es in dem halbjährlich publizierten „Investment Outlook“ von UBS Asset Management.

Deren Experten nehmen die schwelenden Handelskonflikte, den noch nicht geregelten Brexit sowie das sich abschwächende Wachstum der Weltwirtschaft zum Anlass, ihre taktische Positionierung gegenüber globalen Aktien per Mitte Jahr auf „Neutral“ von „Overweight“ zu senken.

Gelegenheiten in China
In diesem dynamischen Umfeld müssen Investoren agil blieben und strukturelle Gelegenheiten nutzen, rät die UBS. Die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und China seien dem Geschäftsklima zwar nicht zuträglich.

„Letztendlich erwarten wir aber, dass beide Seiten an einer Deeskalation interessiert sind, um unannehmbare Wirtschafts- und Marktschwächen zu vermeiden“, lässt sich Evan Brown, Head of Macro Asset Allocation Strategy, zitieren.

Chinesische Wertanlagen werden laut Studie derzeit vielerorts unterschätzt und in die Kategorie „Schwellenland-Investition“ eingeordnet. Es spreche aber vieles dafür, China auch bei der Vermögensverwaltung als eigenständige Region zu behandeln.

So eröffne der Übergang zur dienstleistungs- und konsumentenorientierten Wirtschaft in China viele Möglichkeiten. Gerade in innovativen Unternehmen im IT- oder Gesundheitssektor schlummere überdurchschnittlich viel Potenzial. (awp/mc/ps)

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