UBS startet Etablierung von Konzernholding

Axel Weber
UBS-VRP Axel Weber.

Axel Weber, Verwaltungsratspräsident UBS.

Zürich – Die Grossbank UBS startet die im Mai angekündigte Modifizierung der Rechtsstruktur und lanciert dazu einen Umtausch der jetzigen UBS-Aktien in solche der neuen Konzernholdinggesellschaft UBS Group AG. Dabei können alle Aktien der heutigen UBS AG im Verhältnis von 1 zu 1 in solche der UBS Group umgetauscht werden, wobei diese mit den selben Rechten ausgestattet sein werden. Die veränderte Rechtsstruktur führt dabei zu keiner Änderung der Strategie.

Wie die Bank am Montag mitteilte, läuft die anfängliche Frist für das Umtauschangebot voraussichtlich ab 14. Oktober und dauert bis zum 1. November. Die eventuelle Nachfrist würde dann am 17. November starten und bis zum 1. Dezember dauern. Bereits ab dem 19. November werden die neuen Aktien an der Schweizer Börse SIX und an der US-Börse NYSE kotiert, gleichzeitig sollen in den Börsenindices SMI und SPI die alten UBS-Aktien durch die neuen ersetzt werden. Die alte UBS-Aktie soll derweil dekotiert werden.

Mit dem Abschluss der Transaktion wird die UBS Group AG zur Holdinggesellschaft der UBS AG und ihrer Tochtergesellschaften. Die Etablierung der Konzernholding sei ein „wichtiger in einer Reihe von vorgesehenen Anpassungen der Rechtsstruktur der UBS“, heisst es in der Mitteilung, und steht im Zusammenhang mit den schweizerischen „Too big to fail“-Bestimmungen (‚TBTF‘). Mit der neuen Struktur soll die Abwicklungsfähigkeit des Konzerns „substantiell verbessert“ werden.

Die Bank geht – wie sie bereits früher mitgeteilt hat – davon aus, dass sie dank dieser Massnahmen von der Schweizerischen Finanzmarktaufsicht einen Eigenmittelrabatt beanspruchen kann, wobei dieser Rabatt eine Senkung der Gesamtkapitalanforderungen zur Folge hätte.

Keine Auswirkungen auf Strategie – Sonderdividende von mindestens 25 Rappen
Nach der Errichtung der Holdinggesellschaft sind den Angaben zufolge weitere Anpassungen geplant, deren Umsetzung bis ins Jahr 2016 reichen wird. Dazu gehöre die Schaffung einer Schweizer Tochtergesellschaft (bis Mitte 2015) und eine (intermediate) Holding Company in den UBS (bis Mitte 2016). Die Bank betont gleichzeitig, dass die veränderte Rechtsstruktur „keine Auswirkungen auf die Strategie der Bank oder darauf, wie sie ihre Kunden betreut“, haben wird.

Als Anreiz für den Umtausch der Aktien will die – wie ebenfalls früher bereits mitgeteilt – den Aktionären der UBS Group AG „eine ergänzende Kapitalrückführung“ bzw. eine Sonderdividende von „mindestens“ 0,25 CHF je Aktie wird vorschlagen können.

Im Zusammenhang mit den diversen Angebotsprospekten (Schweiz, EU, USA) zum Umtauschangebot hat die Bank u.a. die Informationen betreffend Kapitalisierung und Verbindlichkeiten per Ende August aktualisiert. Diese zeigten zu jenem Zeitpunkt Gewinnreserven von 27’053 Mio CHF sowie den Aktionären zurechenbares Eigenkapital von 50’842 Mio. (awp/mc/ps)

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