Valantic: Instant Payment für die Erste Bank Ungarn

Valantic: Instant Payment für die Erste Bank Ungarn
Holger von Daniels, CEO und Partner von Valantic. (Foto: valantic)

Frankfurt am Main – Der Trend zum Open Banking in Echtzeit setzt sich fort: In Ungarn wurde mit einem Projekt ein umfangreiches Lösungspaket für die Kunden der Erste Bank Ungarn geschaffen. Das Tochterinstitut der Erste Bank Group aus Wien betreibt eines der grössten Filialnetze in Ungarn.

Neben Echtzeitzahlungen, die rund um die Uhr möglich sind, stehen dem Kunden auch Request-to-Pay-Funktionen, also das Anfordern von Zahlungen, zur Verfügung. Die Softwaregrundlage dazu hat Valantic implementiert. Das internationale FinTech-Unternehmen entwickelt seit mehr als 20 Jahren Software für Zahlungsverkehr, Investmentbanking und Transaction Management. Mit der massgeschneiderten Lösung auf Basis der Real Time Payment Engine (RTPE) von valantic steht der Erste Bank Ungarn ab sofort eine modular aufgebaute Payment-Hub-Lösung zur Verfügung. Die Entwicklung beruht auf einer Vorgabe der Ungarischen Nationalbank (MNB) mit dem Ziel, mehr Transaktionen elektronisch durchzuführen. Bei der Erste Bank Ungarn dauern Geldtransfers nur noch Sekunden statt mehrerer Stunden – und das an sieben Tagen in der Woche, 24 Stunden am Tag.

E-Mail oder Telefonnummer statt IBAN
Die Integration von valantics RTPE in die bestehende Bankenlandschaft ist unproblematisch: Die Regeln zur Steuerung des Abwicklungsprozesses werden zentral konfiguriert und parametrisiert. Aktuell werden standardisierte Zahlungsformate wie SEPA (Zahlung, Lastschrift, Kartenzahlung), SWIFT, CGI (Common Global Implementation) und lokale Währungsstandards wie ungarische Forint (HUF) unterstützt. Hinzu kommen Instant Payments für SEPA (SCTInst) sowie weitere landesspezifische Währungen.

Das Projekt bei der Erste Bank basiert auf Vorgaben, die in Ungarn Pflicht sind und von den Banken erfüllt werden müssen. „Ungarn ist nun im Bereich des elektronischen Bankings mit an vorderer Position. Vor dem Go-Live erfolgte zunächst eine umfangreiche Testphase unter der Kontrolle der ungarischen Nationalbank. Im März wurde das Projekt bei der Erste Bank Ungarn nun dank der grossartigen Zusammenarbeit zwischen Erste Bank Ungarn und valantic erfolgreich abgeschlossen“, erklärt Sertac Cetiner, Head of Payments, bei Valantic.

Derzeit ist die Erste Bank Ungarn die einzige Bank in Ungarn, die derartige Request-to-Pay-Funktionen unterstützt, weswegen vorerst nur bankinterne Zahlungsanforderungen möglich sind. „Für die ungarische Zahlungsindustrie sind Instant Payments ein wichtiger Meilenstein, da neue Geschäftsmodelle ermöglicht und Kundenerwartungen, die heute viel dynamischer als noch vor ein paar Jahren sind, erfüllt werden können“, ergänzt Reka Schreiber, Head of Operations, bei Erste Bank Ungarn. Neu in RTPE: Neben einer klassischen IBAN-Identifizierung können Kunden für den Nachweis im neuen Zahlungssystem auch Telefonnummer oder E-Mail-Adresse als ID nutzen.

SWIFT und ISO 20022 konform
Die RTPE von Valantic unterstützt alle relevanten SWIFT- und ebenso bereits die ISO 20022-Standards im pain-, pacs- und camt-Format, einschliesslich der erforderlichen Varianten. Ausserdem ist die RTPE mandanten- und multikanalfähig. Somit können Zahlungsinstruktionen über unterschiedliche Kanäle, wie E-Banking oder Corporate Banking, angenommen werden. Alle Instruktionen werden auf verschiedenen Ebenen gegen Formatregeln, EPC-Regeln und bankspezifische Regeln validiert. Eine leistungsfähige Mapping-Engine erlaubt die Konvertierung aus beliebigen Formaten der Zahlungseinreicher. Die Abwicklungsprozesse werden zentral gesteuert und durch einen Single-Point-of-Truth steht eine zentrale Ablage aller verarbeiteten Instruktionen, Zahlungen und Buchungen zur Verfügung. Das Beispiel der Erste Bank Ungarn zeigt, wie flexibel die Real Time Payment Engine von valantic für die Anforderungen lokaler Märkte und der Banken individualisiert werden kann. Bei der Erste Bank Ungarn ist die technologische Grundlage dazu bereits vorhanden. (Valantic/mc)

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