Vaudoise steigert 2012 den Reingewinn

Vaudoise

(Foto: Vaudoise)

Lausanne – Die Versicherungsgruppe Vaudoise hat im Geschäftsjahr 2012 die vom Management gesteckten Gewinnziele erreicht. Das versicherungstechnische und nichtversicherungstechnische Ergebnis stieg im Berichtsjahr massiv. In der Folge wurden die Reserven gestärkt und die Eigenmittel aufgestockt. Auch die Anteilseigner profitieren von der Geschäftsentwicklung mit einer höheren Dividende. Für das laufende Rechnungsjahr geht das Management in Teilbereichen von einer über dem Schweizer Markt liegenden Entwicklung aus.

Die verdienten Prämien auf eigene Rechnung sanken um 20% auf 1,48 Mrd CHF, wie die Vaudoise mitteilte. Dies ist vor allem die Folge der Entwicklung im Lebengeschäft, wo die Prämien um 34% auf 770,5 Mio zurückgingen. Unter den Leben-Segmenten stieg bei den Vorsorgeprodukten mit periodischen Prämien das Portefeuille-Volumen von 1,5%. Der Anstieg liegt dabei nach Angaben des Versicherers über der Marktentwicklung von +0,4%.

Angesichts der anhaltenden Tiefzinsphase sei das Angebot an traditionellen Produkten mit Einmalprämien wie bereits im Vorjahr eingeschränkt worden. Valorlife habe nach zwei aussergewöhnlichen Geschäftsjahren, die stark von der Steueramnestie in Italien geprägt waren, wieder zu einem Prämieninkasso nahe ihrem historischen Durchschnitt zurückgefunden, heisst es weiter. Der Versicherungsaufwand blieb im Leben-Geschäft mit 1,10 Mrd auf Vorjahresniveau.

Nichtleben wächst
Im Nichtleben-Geschäft stiegen die Prämieneinnahmen indessen um 3,9% auf 708,8 Mio CHF. Dabei haben laut Mitteilung sämtliche Versicherungszweige Zuwachsraten verzeichnet und sei man über dem Markt gewachsen, heisst es weiter. Die Motorfahrzeug-Branche, das wichtigste Segment im Portefeuille, legte um 2,9% zu. Die Personenversicherungen Nichtleben erzielten ebenfalls Zuwächse wie um 4% bei der Unfall und um 5,4% bei der Kollektiv-Krankenversicherungen. Der Versicherungsaufwand stieg indessen um 7,3% auf 486,0 Mio. Die Combined Ratio verschlechterte sich im Vorjahresvergleich um 7,0 Prozentpunkte auf 89,2%.

Höheres Anlage-Ergebnis
Die Netto-Anlageperformance stieg um 0,8 Prozentpunkte auf 3,8%. Die Performance zu Marktwerten nahm um 1,1 Prozentpunkte auf 5,7% zu, so die Mitteilung weiter. Der Anstieg wird in erster Linie auf die positive Wertentwicklung der Aktien und den Verkauf von Anleihen im Berichtsjahr zurückgeführt. Die Engagements in den sogenannten PIIGS-Staaten seien weiter geschrumpft und betrügen weniger als 0,25% der Aktiven. Die Kapitalanlagen werden mit 11,14 Mrd um 3,6% höher ausgewiesen. Einem Ertrag aus Kapitalanlagen von 570,6 Mio (252,1) Mio im Vorjahr, steht ein Aufwand von 62,0 (VJ 162,5) Mio gegenüber.

Deutlich höheres Finanzergebnis
Der finanzielle Erfolg (versicherungstechnisches und nichtversicherungstechnisches Ergebnis) wird mit 504,8 Mio CHF massiv höher ausgewiesen als im Vorjahr mit 91,5 Mio. In der Folge wurden die technischen Rückstellungen um rund 227 Mio auf 9,70 Mrd aufgestockt; das Eigenkapital der Gruppe (vor Gewinnverteilung) nahm um knapp 128 Mio auf 1,14 Mrd zu. Die Solvabilitätsspanne lag Ende 2012 bei 368%; im Vorjahr betrug sie 350%.

Der Generalversammlung wird die Ausschüttung einer Dividende von 10,00 CHF je Namenaktie B beantragt, nach 9,00 CHF im Vorjahr. Die Dividende pro Namenaktie beträgt 0,20 CHF (VJ 0,15 CHF). Zudem sollen den Versicherten in den Segmenten Haftpflicht-, Sach- und Motorfahrzeugversicherung eine weitere Überschussverteilung von 25 Mio zukommen. Dem Eigenkapital der Vaudoise Holding sollen 50 Mio an die Spezialreserven zugewiesen werden.

In Teilbereichen stärker als der Markt gewachsen
Für das Jahr 2013 geht das Vaudoise-Management von einer deutlich über dem Schweizer Markt liegenden Portfolioentwicklung in den Segmenten Vermögensversicherung und Personenversicherung Nichtleben aus. In diesem Zusammenhang werde nachdrücklich auf die Zeichnungen und eine möglichst ebenso günstige Schadenentwicklung wie in den letzten Jahren geachtet.

Im Einzellebengeschäft setzt der Versicherer laut Mitteilung auf die Verlagerung der Produktion im Neugeschäft zu reinen Risikolebensversicherungen oder dynamischen Sparversicherungslösungen, deren Garantien an die Marktkonditionen angepasst worden seien. Zugleich sollen die Rückstellungen für Zinsänderungsrisiken weiter gestärkt werden. (awp/mc/pg)

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