Walliser Kantonalbank 2019 mit gehaltenem Gewinn

Pascal Perruchoud
Pascal Perruchoud, CEO der Walliser Kantonalbank. (Foto: WKB)

Sitten – Die Walliser Kantonalbank (WKB) hat im Geschäftsjahr 2019 den Gewinn gehalten. Erneut schnell gewachsen ist das Staatsinstitut bei den Hypothekarforderungen, wo es im vergangenen Jahr die Schwelle von 10 Milliarden Franken überschritten hat.

Der Gewinn der WKB erhöhte sich 2019 um 0,3 Prozent auf 67,3 Millionen, wie das Institut am Mittwoch mitteilte. Der Geschäftserfolg als Mass für das operative Ergebnis legte mit einem Plus von 2,1 Prozent auf 118,4 Millionen Franken etwas deutlicher zu.

Die Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende von 3,35 Franken je Aktie erhalten. Der öffentlichen Hand werde damit eine Summe von über 57 Millionen Franken zugeführt, schreibt die WKB.

Schwieriges Zinsumfeld
Im wichtigen Zinsengeschäft bekam die Kantonalbank das schwierige Umfeld mit anhaltenden Negativzinsen weiter zu spüren. Bei einer geringeren Auflösung von ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen bildete sich der Nettoerfolg aus dem Geschäft um 1,2 Prozent auf 163,7 Millionen Franken zurück.

Besser lief es im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, wo die WKB den Erfolg um 4,3 Prozent auf 41,7 Millionen Franken verbessern konnte. In dem Resultat spiegle sich die sehr gute Performance der Aktienmärkte wider, heisst es. Der Erfolg im Handelsgeschäft, der hauptsächlich aus den Erträgen im Devisengeschäft besteht, lag bei 27,4 Millionen (+1,8 Prozent).

Die Kosten erhöhten sich im Berichtsjahr um 1,6 Prozent auf 113,2 Millionen Franken. Dabei nahmen sowohl die Personalkosten wie auch die Sachkosten zu. Letztere seien vor allem durch die Modernisierung der Infrastruktur beeinflusst worden. Die WKB stelle die digitale Transformation in den Mittelpunkt ihrer strategischen Ziele, betont die Bank.

Gehaltene Ergebnisse erwartet
Die Bilanzsumme des Walliser Staatsinstituts stieg um 2,8 Prozent auf 16,6 Milliarden Franken an. Dabei erhöhten sich die Hypothekarforderungen mit einem Plus von 4,3 Prozent auf 10,3 Milliarden etwas langsamer als noch im Vorjahr. Die Kundenausleihungen erhöhten sich um 1,2 Prozent auf 12,4 Milliarden Franken.

Auch weiterhin werde die Geschäftsentwicklung von den Unsicherheiten an den Finanzmärkten und den Negativzinsen beeinflusst, schreibt die Bank. Zudem seien die finanziellen Folgen der Coronavirus-Epidemie „nach wie vor völlig ungewiss“. Dennoch erwartet die WKB für 2020 insgesamt „Ergebnisse auf dem Niveau der Vorjahre“. (awp/mc/pg)

Walliser Kantonalbank

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