Zuger Kantonalbank hält Gewinn im ersten Halbjahr

Hanspeter Rhyner
Hanspeter Rhyner, Präsident der Geschäftsleitung der Zuger Kantonalbank. (Foto: ZGKB)

Zug – Die Zuger Kantonalbank (ZGKB) hat im ersten Halbjahr 2021 unter dem Strich den Gewinn gehalten. Zulegen konnte die Bank vor allem im Kommissionsgeschäft, wo sie nicht zuletzt von der guten Entwicklung der Aktienmärkte profitierte. Im Gesamtjahr erwartet die Bank ein Ergebnis im Rahmen des Vorjahres.

Der Geschäftserfolg als Mass für das operative Ergebnis legte in den ersten sechs Monaten des Jahres um 4,9 Prozent auf 55,0 Millionen Franken zu, wie die ZGKB am Donnerstag mitteilte. Nach einer höheren Dotierung der Reserven blieb der Halbjahresgewinn mit 37,4 Millionen Franken auf dem Niveau des Vorjahres.

Starkes Kommissionsgeschäft
Im Zinsengeschäft, dem wichtigsten Geschäft der Kantonalbank, legte der Nettoerfolg um 1,5 Prozent auf 74,7 Millionen Franken zu. Weiterhin bleibe Wohneigentum im Kanton Zug sehr gesucht, stellt die ZGKB fest. Die Nachfrage nach den eigenen vier Wänden sei durch die Corona-Pandemie noch verstärkt worden. Negativzinsen gebe die Bank weiterhin nur «vereinzelt und auf individueller Basis» an Kunden weiter.

Einen deutlichen Anstieg gab es im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (+17,7% auf 30,5 Mio). Dazu beigetragen hätten insbesondere die eigenen Fonds, die eine gute Performance zeigten. Neben den Fonds hätten auch neue Vermögensverwaltungsmandate die Erträge gestützt.

Zulegen konnte die Bank auch im Handelsgeschäft (+3,8% auf 6,8 Mio). Die gesunkenen Zinsen in den USA hätten sich im ersten Halbjahr 2021 mit höheren Währungstransaktionen mehr als kompensieren lassen, so die Bank.

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich um 3,3 Prozent auf 54,3 Millionen Franken und stieg damit langsamer als der Ertrag. Der Sachaufwand legte dabei wegen Investitionen in digitale Dienstleistungen und den Umbauten von Geschäftsstellen allerdings überproportional zu.

Bilanzsumme gewachsen
Die Bilanzsumme der ZGKB erhöhte sich mit einem Plus von 3,5 Prozent auf 17,5 Milliarden Franken. Die Hypothekarforderungen nahmen in den ersten sechs Monaten um 2,7 Prozent zu. Kreditausfälle wegen der Covid-Pandemie waren keine zu verzeichnen, wie die Bank feststellt.

Für das Gesamtjahr erwartet die ZGKB ein «gutes Jahresergebnis», wie sie betont. Der Geschäftserfolg wie auch der Gewinn sollen im Bereich des Vorjahres ausfallen. (awp/mc/ps)

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