Zuger Kantonalbank verbessert Jahresgewinn 2021 leicht

Hanspeter Rhyner
Hanspeter Rhyner, Präsident der Geschäftsleitung der Zuger Kantonalbank. (Foto: ZGKB)

Zug – Die Zuger Kantonalbank (ZGKB) hat im vergangenen Jahr den Gewinn bei einer höheren Reservenzuweisung leicht gesteigert. Zulegen konnte die Bank erneut im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. Im laufenden Jahr will sie sich nun auf die Umsetzung der Strategie 2025 konzentrieren.

Der Geschäftserfolg als Mass für das operative Ergebnis verbesserte sich im vergangenen Jahr um 5,8 Prozent auf 110,6 Millionen Franken, wie die ZGKB am Freitag mitteilte. Nach der Dotierung der Reserven verblieb ein Jahresgewinn von 75,3 Millionen Franken (+0,7%). Die Aktionäre sollen erneut eine unveränderte Dividende von 220 Franken pro Aktie erhalten.

Wachstum in Vermögensverwaltung
Im Zinsengeschäft, dem wichtigsten Geschäft der Kantonalbank, legte der Erfolg um 1,3 Prozent auf 150,8 Millionen Franken zu. Die Nachfrage nach Wohneigentum sei im Kanton Zug ungebrochen hoch, heisst es. Die ZGKB habe ihre Stellung als Marktführerin im Hypothekargeschäft festigen können.

Einen deutlichen Ertragsanstieg verzeichnete die Bank im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (+20,1% auf 65,3 Mio). Haupttreiber in dieser Geschäftssparte waren laut den Angaben die höheren Einnahmen aus den eigenen Fonds und aus der Vermögensverwaltung. Zulegen konnte die Bank auch im Handelsgeschäft (+5,4% auf 13,5 Mio).

Invesitionen in Digitalisierung
Der Geschäftsaufwand nahm derweil um 3,8 Prozent auf 109,0 Millionen Franken zu. Der Personalaufwand erhöhte sich wegen einem Ausbau der Beratungskapazitäten im Private Banking. Der Sachaufwand legte wegen Investitionen in die Digitalisierung noch stärker zu.

Das Kosten-Ertrags-Verhältnis verbesserte sich dennoch auf 46,3 Prozent gegenüber 47,2 Prozent im Jahr davor.

Wachstum im Hypothekarmarkt
Im Hypothekarmarkt war die Bank im vergangenen Jahr wieder schnell unterwegs. Die Hypothekarforderungen erhöhten sich um 5,4 Prozent auf 13,1 Milliarden Franken nach einem Plus von 0,7 Prozent im Jahr davor. Das Kreditportfolio weise nach wie vor eine gute Qualität auf, betont die Bank. Das zeige sich in der geringen Bildung von Wertberichtigungen für Ausfallrisiken.

Die betreuten Depotvermögen kletterten um 2,2 Milliarden Franken auf einen neuen Höchststand von 15,6 Milliarden Franken. Sehr beliebt seien dabei die eigenen Produkte: Erstmals verwalte die Bank mehr als 1 Milliarde in hauseigenen Anlagefonds.

Zuversicht für 2022
Für 2022 gibt sich die ZGKB zuversichtlich: Die Anzeichen sprächen für eine solide globale Wirtschaftsentwicklung und einen kontinuierlichen Aufschwung. Der Kanton Zug präsentiere sich als Wohn- und Arbeitsort unverändert attraktiv. Die Nachfrage nach Wohneigentum bleibe sehr hoch und übersteigt das Angebot an freiem Wohnraum deutlich. «Mit einer Trendumkehr ist nicht zu rechnen.»

Im neuen Jahr will sich die Kantonalbank auf die Umsetzung der zum Jahreswechsel lancierten Unternehmensstrategie 2025 fokussieren. So sollen die Markstellung ausgebaut und das Ertragswachstum gestärkt werden. Erreicht werden soll dies durch die Steigerung der Kommissions- und Dienstleistungserträge, eine Intensivierung der Akquisitionsaktivitäten und durch Investitionen in das «Beratungserlebnis». (awp/mc/pg)

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