Zurich Insurance Group steigert im 1. Quartal das Volumen

Mario Greco
Mario Greco, CEO der Zurich Insurance Group. (Foto: Zurich)

Zürich – Die Zurich Insurance Group hat im ersten Quartal 2018 an Volumen zugelegt, wobei dies insbesondere in der Lebensparte gelang. In der Nichtlebensparte zeichnet sich derweil ein anhaltender Anstieg der Tarife ab. Gleichzeitig sieht sich der Versicherer mit dem auf drei Jahre ausgelegten und bis 2019 laufenden Strategieprogramm auf Kurs.

Im grössten Geschäftsteil, der Schaden­ und Unfallversicherung (P&C), wuchsen die Bruttoprämieneinnahmen mit Unterstützung des stark zulegenden Asien-Geschäfts und Lateinamerika um 5 Prozent auf 9,33 Milliarden US-Dollar. Auf vergleichbarer Basis, also in Lokalwährungen berechnet und um die Veräusserung des britischen betrieblichen Finanzvorsorgegeschäfts bereinigt, nahm das Volumen leicht ab, wie die Zurich am Mittwoch schreibt.

Das mit dem Vorjahr vergleichbare Wachstum in Asien-Pazifik (+10%) und Lateinamerika (+14%) sei weitgehend von den geplanten Massnahmen zur Steigerung der Rentabilität in Nordamerika (-5%) aufgehoben worden, so die Zurich dazu. In den USA baut die Zurich nicht-profitables Geschäft ab. Derweil war das erste Quartal kaum von Naturkatastrophen betroffen. Die Schadenskosten daraus lägen nur leicht über dem historischen Mittel, so die Zurich.

Insgesamt sind die Aussichten in Nordamerika dank steigender Tarife günstig, was später im Jahr auch anhand von Verbesserungen der Profitabilität zeigen dürfte. Seit dem Spätsommer des letzten Jahres ziehen die Preise für Versicherungsdeckung an. Treiber waren die verheerenden Hurrikan-Katastrophen, die in weiten Teilen des Südostens der USA und in der Karibik grosse Schäden angerichtet hatten. Im ersten Quartal 2018 verbesserte die Zurich die Preisqualität um 3 Prozent. Und in den Monaten April und Mai habe sich der Anstieg fortgesetzt, hiess es.

Starkes Wachstum im Lebengeschäft
In der Lebensversicherung ging es im Berichtsquartal deutlich nach oben: Die Zurich steigerte im Neugeschäft das Jahresprämienäquivalent um 7 Prozent auf 1,25 Milliarden Dollar, auf vergleichbarer Ebene resultierte gar ein Wachstum von 13 Prozent. Beim Jahresprämienäquivalent werden den neu dazu gewonnenen laufenden Prämien noch 10 Prozent der Einmalprämien aus dem Neugeschäft zugerechnet. Der Wert des Neugeschäfts sank leicht auf 273 Millionen.

Mehr als eine Verdoppelung des Äquivalents gelang im noch kleinen nordamerikanischen Markt und auch das Geschäft in Asien-Pazifik kletterte ausgehend von einer kleinen Vorjahresbasis beinahe ein Viertel. Aber auch die Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA), aus der über 70 Prozent des Jahresprämienäquivalents stammen, konnte das Volumen im Neugeschäft mit einem Fünftel deutlich steigern. Zu Wachstum hätten der Bankenvertrieb über die Banco de Sabadell in Spanien sowie die Entwicklung in Italien, der Schweiz und Grossbritannien geführt.

Beim US-Partner Farmers Exchanges, für den die Zurich Dienstleistungen erbringt, wuchsen die Bruttoprämien um 4 Prozent auf 5,12 Milliarden Dollar. Die damit verbundenen Managementgebühren, die Zurich verdient hat, blieben zum Vorjahr auf unverändert 716 Millionen stehen.

Solide Kapitalposition
Die Zurich verzichtet an den ungeraden Quartalen auf die Veröffentlichung von Gewinnzahlen. Dafür nimmt sie zur Kapitalposition Stellung. Da lag die geschätzte Quote im firmeneigenen Zurich Economic Capital Model (Z-ECM) per Ende März bei geschätzt 133%, nach 132% Ende 2017. An die Aktionäre habe man derweil durch die höhere Dividende und die angekündigten Massnahmen zum Verwässerungsschutz bereits rund 3,8 Milliarden ausgeschüttet, wird Finanzchef George Quinn in der Mitteilung zitiert.

Die Gruppe mache zudem weiterhin gute Fortschritte in der Erreichung der Ziele für die Geschäftsjahre 2017 bis 2019, so Quinn. Im Rahmen der Sparmassnahmen wurden bis Ende 2017 bereits 700 Millionen der geplanten 1,5 Milliarden Dollar umgesetzt. Weitere 400 Millionen sollen im laufenden Jahr folgen. Und mit den steigenden Zinsen rechnet die Gruppe im laufenden Jahr mit steigenden Anlagenrenditen, was sich bereits im ersten Quartal angedeutet habe. (awp/mc/pg)

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