248’000 neue Jobs: US-Beschäftigung steigt stärker als erwartet

Konjunktur USA

Washington – In der US-Wirtschaft sind im September deutlich mehr Arbeitsplätze entstanden als erwartet. Ausserhalb der Landwirtschaft kamen 248’000 Stellen hinzu, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Durchschnitt mit 215’000 neuen Jobs gerechnet.

Der Stellenaufbau in den beiden Vormonaten fiel zudem um insgesamt 69 000 Stellen höher aus als zunächst errechnet. So legte die Beschäftigung im Vormonat um 180’000 Jobs zu, nachdem zunächst ein Aufbau von 142’000 Stellen ermittelt worden war.

Arbeitslosenquote sinkt unter 6 Prozent
Die Arbeitslosenquote sank unterdessen um 0,2 Punkte auf 5,9 Prozent. Das ist der tiefste Stand seit Mitte 2008. Bankvolkswirte hatten mit einer unveränderten Quote gerechnet. Die Stundenlöhne stagnierten im September. Bankvolkswirte hatten einen Zuwachs um 0,2 Prozent erwartet. Zugleich wurde aber der Anstieg im Vormonat um 0,1 Punkte auf 0,3 Prozent nach oben gesetzt. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit stieg im September leicht auf 34,6 Stunden.

Eurokurs deutlich gefallen
Die Finanzmärkte reagierten stark auf die Zahlen, da die US-Notenbank ihre Geldpolitik eng an der Arbeitsmarktentwicklung ausrichtet. Der Eurokurs geriet nach den Daten unter Druck. Er sank auf 1,2517 US-Dollar und erreichte so den tiefsten Stand seit Ende August 2012. Der Dollar legte auch zu anderen wichtigen Währung deutlich zu. Vor der Veröffentlichung der Zahlen hatte der Euro noch einen Cent mehr gekostet.

Der Goldpreis sank erstmals seit Jahresbeginn unter die Marke von 1200 Dollar. Gold wird durch einen stärkeren Dollar belastet. Die europäischen Aktienmärkte legten zu. Die Kurse von US-Staatsanleihen gerieten stark unter Druck. (awp/mc/pg)

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