Adidas-Chef stellt Dividendenerhöhung in Aussicht

Herbert Hainer
Herbert Hainer, ehemaliger Adidas-CEO.

Adidas-CEO Herbert Hainer.

Frankfurt am Main – Der Sportartikelhersteller Adidas hat seinen Aktionären eine weitere Anhebung der Dividende in Aussicht gestellt. Falls das wirtschaftliche Umfeld so gut bleibe, könne er sich einen solchen Schritt durchaus vorstellen, sagte Vorstandschef Herbert Hainer «Börse Online». Für 2010 hatte Adidas 0,80 Euro je Aktie gezahlt.

Wie das Anlegermagazin am Mittwoch vorab aus seiner jüngsten Ausgabe berichtet, äusserte sich Hainer auch optimistisch über die Entwicklung nach der Naturkatastrophe in Japan. Derzeit sieht es laut Hainer so aus, als ob «der Einbruch (dort) etwas geringer ausfallen» wird. Bislang gingen die Herzogenauracher davon aus, in Japan von April bis Dezember zwischen 15 und 25 Prozent des Umsatzes zu verlieren. Noch sei es allerdings zu früh, von einer Erholung zu sprechen, sagte Hainer.

Ausblick für 2011 bestätigt
In Russland, Nordamerika und China sieht Hainer das stärkste Wachstum. In den drei Ländern stieg der Umsatz in den ersten drei Monaten zweistellig. «Wir glauben, dass wir das Wachstum dort in den kommenden Jahren ähnlich hoch halten können», sagte Hainer. Der Anteil an produzierter Ware am Gesamtzumsatz in China soll allerdings künftig sinken, «weil Fertigungsstandorte in Kambodscha, Vietnam und Indonesien dazukommen». Die Prognosen für das Gesamtjahr bekräftigte Hainer. Der Umsatz soll im hohen einstelligen prozentualen Bereich zulegen, der Gewinn zwischen 625 und 650 Millionen Euro liegen. Der Adidas-Chef kann sich auch vorstellen, künftig das Budget für den Frauenfussball aufzustocken, falls die WM in Deutschland richtig einschlage und der Frauenfussball weiter an Bedeutung gewinne. (awp/mc/ss)


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