Airbus setzt Produktion in Frankreich und Spanien aus

Airbus setzt Produktion in Frankreich und Spanien aus
Airbus-CEO Guillaume Faury. (Foto: Airbus)

Toulouse – Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus setzt wegen der Coronavirus-Pandemie seine Produktion in Frankreich und Spanien für den Rest der Woche aus. Der Stopp dauere vier Tage, teilte das Unternehmen am Dienstagmorgen in Toulouse mit. Der Hersteller reagiert auf die von den Regierungen erlassenen Vorschriften wie die Ausgangssperre in beiden Ländern. Die Airbus-Standorte in anderen Ländern, vor allem in Deutschland, Grossbritannien, Kanada, den USA und China, seien davon nicht betroffen, sagte ein Sprecher.

Das Unternehmen will nun schnell neue Sicherheits- und Hygienemassnahmen umsetzen, um die Produktion in Frankreich und Spanien wieder aufnehmen zu können. Wo immer möglich, sollen Mitarbeiter vorerst von zu Hause aus arbeiten.

Aktie sackt ab
Für die Airbus-Aktie ging es nach den Nachrichten erneut deutlich abwärts. Am Morgen sackte der Kurs an der Pariser Börse um 8,04 Prozent auf 63,45 Euro ab. Damit war das Papier zweitschwächster Wert im französischen Leitindex Cac 40 . Seit dem Jahreswechsel beläuft sich der Kursverlust auf mehr als 50 Prozent.

Frankreich ist für Airbus das wichtigste Produktionsland neben Deutschland. Dort baut das Unternehmen etwa alle Langstreckenjet-Modelle der Reihen A330neo, A350 und bis zum Jahr 2021 auch noch den Riesenflieger A380.

Auch ein Teil der Mittelstreckenjets der A320-Modellfamilie und der vielgefragten Neuauflage A320neo wird in Toulouse endmontiert. Die meisten Exemplare entstehen allerdings in Deutschland, weitere Produktionslinien stehen in den USA und China. In Spanien fertigt Airbus etwa das Militärtransport-Flugzeug A400M, Tankflugzeuge für das Militär sowie Hubschrauber. Weltweit beschäftigte der Konzern zuletzt rund 135’000 Mitarbeiter. (awp/mc/ps)

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