Australische Airlines reduzieren Inlandflüge wegen hoher Treibstoffpreise

Australische Airlines reduzieren Inlandflüge wegen hoher Treibstoffpreise
Eine Boeing 787-9 Dreamliner von Qantas bei der Landung in Sydney. (Foto: Qantas/Twitter)

Sydney – Der Iran-Krieg treibt die Treibstoffpreise in die Höhe und setzt Fluggesellschaften weltweit unter Druck – auch in Australien. Mehrere Airlines in Down Under wollen als Reaktion Verbindungen im Inland reduzieren oder streichen und Flüge bündeln. Nach Qantas und Jetstar kündigte jetzt auch Virgin Australia Massnahmen an.

Die zweitgrösste Fluggesellschaft des Landes betonte, sie rechne im zweiten Halbjahr mit zusätzlichen Kerosinkosten von 30 bis 40 Millionen australischen Dollar (18 bis 24 Millionen Euro). Das Unternehmen reagiert zunächst mit moderaten Kapazitätsanpassungen und höheren Preisen.

Um welche Verbindungen geht es?
Qantas steht deutlich stärker unter Druck: Der Konzern erwartet für das zweite Halbjahr einen Anstieg seiner Treibstoffkosten um bis zu 800 Millionen australischen Dollar (484 Millionen Euro), wie aus einer Mitteilung des Konzerns hervorgeht.

Qantas hat bereits konkrete Kürzungen angekündigt: Im Inland sollen vor allem stark frequentierte Strecken zwischen grossen Städten reduziert werden, etwa durch weniger Flüge zu Randzeiten. Zudem wird die Verbindung zwischen den beiden grössten Städten im Bundesstaat Südaustralien – Adelaide und Mount Gambier – komplett eingestellt. Auch die Partnergesellschaft Jetstar plant, weniger Inlandsverbindungen anzubieten.

Mehr Flüge nach Europa
International verlagert Qantas seine Kapazitäten: Flüge in die USA und im Inland werden zugunsten von Verbindungen nach Europa – insbesondere nach Paris und Rom – reduziert. Die Nachfrage hier sei gross, weil viele Passagiere nach Routen suchten, die den Nahen Osten umfliegen, hiess es in der Mitteilung.

Die Folgen dürften Reisende deutlich spüren. Branchenvertreter rechnen mit Ticketpreiserhöhungen von fünf bis zehn Prozent. Besonders betroffen sind Reisende in ländlichen Regionen, wo das Angebot ohnehin begrenzt ist. Experten warnen, dass einzelne Orte bei weiteren Kürzungen ganz vom Luftverkehr abgeschnitten werden könnten. (awp/mc/pg)

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