Bayer stellt Bedingungen für Glyphosat-Vergleich in USA

Bayer stellt Bedingungen für Glyphosat-Vergleich in USA
Unter Verdacht, Krebs zu erregen: Monsantons glyphosathaltiger Unkrautvernichter Roundup.

Frankfurt – Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer will im US-Rechtsstreit um den Unkrautvernichter Glyphosat nicht um jeden Preis klein beigeben. In den Verhandlungen über eine aussergerichtliche Beilegung der Klagen in den Vereinigten Staaten gebe es für das Unternehmen zwei unverrückbare Bedingungen, sagte Agrochemiechef Liam Condon der „Börsen-Zeitung“ (Mittwochausgabe). „Das ist einmal die finanzielle Angemessenheit des Vergleichs und es muss ein finaler Abschluss sein. In dieser ersten Phase wird nicht in erster Linie über Summen gesprochen, sondern vor allem über eine mögliche Struktur verhandelt“, stellte der Manager zudem klar.

Spekulationen, Bayer sei bereit, für den Vergleich acht Milliarden US-Dollar in die Hand zu nehmen, hatten Anfang August zu heftigen Kursturbulenzen geführt. Ob es unter den von Bayer aufgestellten Forderungen zu einem Vergleich komme, „kann ich überhaupt nicht einschätzen“, so Condon.

Suche nach Alternativen zu Glyphosat
Jenseits der Klagewelle ist Bayer derzeit aber auch dabei, nach Alternativen zu Glyphosat zu forschen. Das wäre der Traum einer jeden Firma, sagte der Manager mit Verweis auf den riesigen Markt. „Ich glaube aber eher nicht, dass es ein Ersatzprodukt mit vergleichbarem Wirkspektrum und zugleich besserem Sicherheitsprofil gibt.“ Den Kampf um die Wiederzulassung für Glyphosat in der EU nach 2022 will Condon noch nicht verloren geben. (awp/mc/ps)

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