Bierbrauer SABMiller von starkem Dollar und Sonderkosten zurückgeworfen

Alan Clark

SABMiller-CEO Alan Clark,. (Foto: SABMiller)

London – Der starke US-Dollar und Sonderkosten haben dem Bierkonzern SABMiller vor der Übernahme durch den Konkurrenten AB Inbev im abgelaufenen Geschäftsjahr (Ende März) die Zahlen vermiest. Auch ein steigender Getränkeabsatz sowie höhere Preise konnten den Gegenwind von den Wechselkursen nicht wettmachen, wie das britisch-südafrikanische Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz des zweitgrössten Bierbrauers brach um ein Zehntel auf 19,8 Milliarden US-Dollar (17,5 Mrd Euro) ein. Ohne die Umrechnungseffekte sowie Zu- und Verkäufe wäre der Erlös aus eigener Kraft um 7 Prozent gestiegen, hiess es.

Weil wegen Währungsturbulenzen in Angola und dem Sudan zusätzlich über eine halbe Milliarde Dollar Kosten anfielen und auch die geplante milliardenschwere Übernahme durch den Branchenprimus AB Inbev schon Geld verschlang, rutschte der für die Aktionäre verbleibende Gewinn um gut 18 Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar ab. Der Hersteller von Biermarken wie Pilsner Urquell, Grolsch, Miller und Foster’s verfehlte daher auch beim für Analysten wichtigen Vorsteuerergebnis die Erwartungen. Vorstandschef Alan Clark sprach dennoch von guten Ergebnissen. Insbesondere in Afrika und Lateinamerika wuchs der Konzern aus eigener Kraft kräftig – weswegen AB Inbev auch bereit ist, gut 71 Milliarden britische Pfund (91 Mrd Euro) auf den Tisch zu legen und danach viele bekannte Marken in entwickelten Ländern abzugeben. (awp/mc/ps)

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