China: «Caixin»-Index bleibt wie erwartet stabil – Vorsichtiger Optimismus

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Peking – Die Stimmung bei den mittelständischen und privaten Industriebetrieben Chinas bleibt zum Jahresanfang vorsichtig optimistisch. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) des Wirtschaftsmagazins «Caixin» zeigte sich im Januar mit 51,5 Punkten unverändert gegenüber dem Vormonat. Damit entwickelte sich der wichtige Frühindikator wie von Experten erwartet.

«Die herstellende Industrie hatte einen guten Start ins Jahr 2018», sagte der Caixin-Ökonom Zhong Zhengsheng. Die Umfrage unter den Managern weise darauf hin an, dass sich Produktionsbedingungen mit massvoller Geschwindigkeit verbesserten. Ein PMI-Wert über der kritischen Grenze von 50 Punkten zeigt eine Expansion der Industrie, darunter ist von einer Kontraktion auszugehen.

Offizieller Einkaufsmanagerindex leicht rückläufig
Am Mittwoch wurde der von der Regierung ermittelte Einkaufsmanagerindex, der sich auf die Lage in den grossen und staatlich dominierten chinesischen Industriekonzernen fokussiert, veröffentlicht. Hier verschlechterte sich die Stimmung überraschend weiter etwas.

Der Indikator ging im Vergleich zum Vormonat um 0,3 auf 51,3 Punkte zurück und erreichte damit den tiefsten Stand seit acht Monaten. Experten hatten damit gerechnet, dass der Index zumindest stagniert. Trotz des Rückgangs deutet der Indikator aber weiter auf ein Wachstum der Produktion hin.

Den Rückgang führten Analysten unter anderem auf die Massnahmen der Regierung zur Bekämpfung der Umweltverschmutzung und gegen die hohen Schulden der Unternehmen zurück.

Bessere Stimmung in Dienstleistungsbetrieben
In den Dienstleistungsbetrieben hellte sich die Stimmung hingegen weiter auf. Der PMI für Nicht-Industriebetriebe stieg von 55 Punkten im Dezember auf 55,3 Zähler. Der Dienstleistungssektor ist offiziellen Daten zufolge für mehr als die Hälfte von Chinas Wirtschaftsleistung verantwortlich. Hier übertraf der Index die Erwartungen der von Bloomberg befragten Volkswirte.

Chinas Wirtschaft hatte im abgelaufenen Jahr Stärke gezeigt. De zweitgrösste Volkswirtschaft wuchs nach Angaben von Mitte Januar 2017 im Jahresvergleich um 6,9 Prozent, womit das Wachstum erstmals seit 2010 wieder anzog. Der Anstieg fiel damit höher aus als Volkswirte und auch die Regierung erwartet hatten.

Beobachter bewerteten den Aufschwung jedoch mit gemischten Gefühlen. Es seien vor allem alte Rezepte, die Peking das kräftigte Wachstum bescheren: Der zuvor schwächelnde Aussenhandel zog im vergangenen Jahr wieder an und auch der Bausektor boomt dank sprudelnder Kredite. Wichtige Reformen würden aber nach wie vor zugunsten stabiler Wachstumszahlen auf die lange Bank geschoben. (awp/mc/ps)

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