China: Einigung mit USA auf Reduzierung der Strafzölle

Handelsstreit
(Bild: Fotolia/Rawf8)

Peking – Die USA und China haben sich nach Angaben der chinesischen Regierung auf eine schrittweise Reduzierung der gegenseitig erhobenen Strafzölle geeinigt. Dies werde Bestandteil eines ersten Abkommens zur Entschärfung des Handelsstreits sein, sagte Regierungssprecher Gao Feng am Donnerstag in Peking. Das Abkommen solle innerhalb der nächsten Wochen unterzeichnet werden. Das Ausmass der Zollreduzierung hänge vom konkreten Inhalt des Abkommens ab, sagte Gao.

„In den vergangenen zwei Wochen hatten die Unterhändler ernsthafte, konstruktive Diskussionen und haben sich darauf geeinigt, die zusätzlichen Zölle schrittweise zu streichen, sobald Fortschritte bei dem Abkommen erzielt wurden“, erklärte Sprecher Gao. Die Einigung auf eine schrittweise gegenseitige Zollsenkung sei eine wichtige Voraussetzung für das Zustandekommen eines ersten Handelsabkommens.

Noch keine Einigung auf Handelsabkommen
Gaos Äusserungen machen klar: Die offenbar erzielte Einigung, die gegenseitigen Strafzölle gegebenenfalls zu reduzieren, entspricht nicht einer Einigung auf ein erstes Handelsabkommen. An dieser, von der US-Regierung „Phase-Eins“-Abkommen genannten Vereinbarungen, arbeiten die beiden grössten Volkswirtschaften der Welt weiter. Zuletzt gab es offenbar Probleme bei der Findung eines geeigneten Ortes und eines passenden Datums zur Unterzeichnung des Teilabkommens.

Hinzu kommt: Die Erklärung Chinas über eine mögliche Zollreduzierung wurde von der US-Regierung noch nicht bestätigt. Eine Reduzierung der im Handelsstreit eingeführten Strafzölle ist eine Hauptforderung Chinas im Handelsstreit, weil die Zölle den Aussenhandel des Landes stark treffen. Trotz allen Disputs sind die USA nach wie vor der grösste Handelspartner Chinas.

Märkte reagieren positiv
An den Finanzmärkten wurden die Äusserungen aus China positiv aufgenommen. Der deutsche Aktienindex Dax stieg auf ein neues Jahreshoch. Auch andere europäische Börsen legten zu. Als sicher empfundene Anlagen wurden dagegen belastet. Deutsche Bundesanleihen gaben ebenso nach wie der Goldpreis. Die Rohölpreise legten etwas zu. (awp/mc/ps)

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