Deutsche Exporte steigen 2011 erstmals über 1 Billion Euro

Konjunktur Deutschland

Wiesbaden – Die deutschen Exporte haben im Jahr 2011 trotz eines enttäuschenden Dezember-Wertes deutlich zugelegt. Sie seien im Vergleich zum Vorjahr um 11,4 Prozent auf 1,060 Billionen Euro gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Damit wurde erstmals die Marke von einer Billion Euro überschritten. Die Einfuhren stiegen um 13,2 Prozent auf den Rekordwert von 902,0 Milliarden Euro. Die Aussenhandelsbilanz schloss im Jahr 2011 mit einem Überschuss von 158,1 Milliarden Euro ab. Im Jahr 2010 hatte der Saldo in der Aussenhandelsbilanz 154,9 Milliarden Euro betragen.

Die Ausfuhren in die EU-Länder stiegen um 9,9 Prozent und die Einfuhren aus diesen Ländern um 13,8 Prozent. Etwas verhaltener war die Entwicklung in der Eurozone. Hier legten die Exporte um 8,6 Prozent und die Importe aus den übrigen Euroländern um 12,9 Prozent zu. Exporte in die Staaten ausserhalb der EU legten um 13,6 Prozent zu und Importe um 12,0 Prozent.

Enttäuschende Entwicklung im Dezember

Enttäuschend war jedoch die Entwicklung im Dezember 2011. Die Ausfuhren sind überraschend deutlich gefallen. Im Monatsvergleich gingen die Ausfuhren kalender- und saisonbereinigt um 4,3 Prozent zurück. Volkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang um 1,0 Prozent gerechnet. Die Einfuhren sanken um 3,9 Prozent, während Volkswirte hier sogar einen Anstieg um 0,8 Prozent erwartet hatten. Im Jahresvergleich stiegen die Ausfuhren im Dezember um 5,0 Prozent. Die Einfuhren lagen um 5,4 Prozent höher als im Vorjahr.

Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe fällt weiter
In Deutschland ist der Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe im Dezember vor allem wegen abnehmenden Geschäften innerhalb der Eurozone deutlich zurückgegangen. Saison- und arbeitstäglich bereinigt habe der Umsatz um 2,2 Prozent zum Vormonat abgenommen, teilte das Statistische Bundesamt weiter mitteilte. Im Vormonat war er bereits um 1,4 Prozent gefallen. Der Inlandsumsatz schrumpfte im Dezember um 2,1 Prozent zum Vormonat. Die Erlöse mit ausländischen Abnehmern gaben um 2,4 Prozent nach. Am deutlichsten (minus 4,2 Prozent) gingen die Geschäfte mit den Ländern der Eurozone zurück. Der Umsatz mit dem restlichen Ausland sank um 1,0 Prozent.  (awp/mc/upd/ps)

Statistisches Bundesamt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.