Deutsche Industrie steigert Produktion erneut

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(Photo by Christopher Burns on Unsplash)

Wiesbaden – Die deutsche Industrie hat ihre Herstellung im November weiter steigern können. Zum Vormonat sei die Gesamtproduktion um 0,9 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem etwas schwächeren Zuwachs um 0,8 Prozent gerechnet. Der Anstieg folgt auf ein kräftiges Wachstum im Oktober, das mit 3,4 Prozent sogar etwas höher ausfiel als bisher bekannt.

Im November erhöhte sich sowohl die Warenherstellung in der Industrie als auch der Ausstoss am Bau. Die Energieproduktion verminderte sich hingegen deutlich. Das Bundeswirtschaftsministerium führte den Rückgang auf den Teil-Lockdown der Wirtschaft wegen der Corona-Pandemie zurück.

Der Ausblick für die Industriekonjunktur bleibe zwar verhalten, aber die Auftragslage und die Stimmung in den Unternehmen hätten sich zuletzt verbessert, erklärte das Ministerium. Dies spreche dafür, dass die Industrie anders als im Frühjahr letzten Jahres weniger stark von den Corona-Massnahmen betroffen sei.

Im Frühjahr 2020 war die Industrieproduktion infolge der ersten Corona-Welle eingebrochen. Während der zweiten Welle ab Herbst war jedoch der Dienstleistungssektor wesentlich stärker betroffen, da die Arbeit in den meisten Industriebetrieben weiterging. Die Dienstleister hatten jedoch mit starken Einschränkungen, zuletzt sogar mit Geschäftsschliessungen zu kämpfen.

Deutscher Export arbeitet sich weiter aus Corona-Tief
Für die deutschen Exporte zeichnet sich derweil trotz schrittweiser Erholung ein deutlicher Rückgang im Corona-Jahr 2020 ab. Zwar stiegen die Ausfuhren im November im Vergleich zum Oktober um 2,2 Prozent. Mit einem Volumen von 111,7 Milliarden Euro lagen sie aber 1,3 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Die Erwartung von Analysten wurde übertroffen. Sie hatten für November im Monatsvergleich nur einen Zuwachs um 1,0 Prozent erwartet. In den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres sanken die Exporte allerdings gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10,3 Prozent auf 1103,9 Milliarden Euro.

Zeitweilige Grenzschliessungen, Störungen in der Logistik und Unterbrechungen der Lieferketten zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr hatten das deutsche Exportgeschäft ausgebremst. Die danach einsetzende Erholung konnte den Einbruch bislang nicht kompensieren.

Die Einfuhren nach Deutschland sanken im Vergleich zum November 2019 um 0,1 Prozent auf 94,6 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vormonat ergab sich ein Plus von 4,7 Prozent. (awp/mc/pg)

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