Dollarstärke macht Dupont weiter zu schaffen

Ellen Kullman

Ellen Kullman, CEO DuPont. (Foto: DuPont)

Wilmington – Der starke Dollar hat beim US-Chemiekonzern Dupont auch im zweiten Quartal deutliche Spuren hinterlassen. Der Gewinn je Aktie (EPS) vor Sonderposten sei nur um ein Prozent auf 1,18 US-Dollar gestiegen, teilte der BASF-Konkurrent am Dienstag mit. Dabei drückten ungünstige Wechselkurse das Ergebnis kräftig. Damit verfehlte Dupont die Erwartungen der Wall Street. Wegen schwacher Geschäfte mit der Landwirtschaft kappte der Konzern zudem seine Prognose für das Gesamtjahr.

Unter dem Strich stand ein Gewinn von 940 Millionen Dollar. Das waren 130 Millionen weniger als ein Jahr zuvor. Der Umsatz schrumpfte im zweiten Quartal um elf Prozent auf knapp 8,6 Milliarden Dollar und verfehlte damit ebenfalls die Schätzungen der Experten. Neben einem stärkeren Dollar machten dem Unternehmen insbesondere eine schwächere Entwicklung in der Agrarchemie zu schaffen.

Prognose gesenkt
Den Gewinnausblick für das laufende Jahr passte Dupont um das abgespaltene Pigmentgeschäft an. Zudem zeigte sich der Konzern für die Agrarsparte pessimistischer. Das Unternehmen erwarte nun vor Sonderposten nur noch einen Gewinn je Aktie von 3,10 Dollar und damit bereinigt um die abgespaltenen Geschäfte etwa 0,10 Dollar weniger als zuletzt veranschlagt.

Das Management um Unternehmenschefin Ellen Kullman setzt weiter auf ein scharfes Sparprogramm. Im laufenden Jahr sollen so die Kosten um eine Milliarde Dollar gesenkt werden. Darüber hinaus plant Kullman einen Aktienrückkauf. Das Pigmentgeschäft Chemours wurde zum 1. Juli abgespalten. Der Erlös von rund vier Milliarden Dollar soll an die Aktionäre als Sonderdividende gehen. Der Stoff wird etwa für Beschichtungen oder auch zum Einfärben von Kunststoffen verwendet. (awp/mc/ps)

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