Fiat Chrysler profitiert von starkem Nordamerika-Geschäft

Maserati
Die hohe Nachfrage nach schweren und teureren Fahrzeugen der Fiat-Chysler-Marken spielt dem Konzern in die Karten. (Foto: FCA Group)

Turin – Der italienisch-amerikanische Autobauer Fiat Chrysler kann trotz der mauen Autokonjunktur auf seine gut laufenden Geschäfte in Nordamerika zählen. Im vierten Quartal verdiente der Konzern auch dank klar gestiegener Verkäufe auf seinem wichtigsten Markt deutlich mehr.

Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 1,58 Milliarden Euro zu Buche und damit ein Plus von 35 Prozent zum Schlussquartal des Vorjahres, wie Fiat Chrysler am Donnerstag mitteilte. Am Kapitalmarkt kam dies gut an. Die Aktie von Fiat Chysler stieg am Mittag in Mailand um rund 3,5 Prozent.

Schwere und teure Autos im Trend
Gestiegene Absatzzahlen in Nord- und auch in Lateinamerika machten Rückgänge im weiter schwächelnden europäischen Markt, in der Asien-Pazifik-Region und beim Luxusautobauer Maserati weitgehend wett. Die hohe Nachfrage nach schweren und teureren Fahrzeugen der Fiat-Chysler-Marken spielte dem Konzern in die Karten. Im Schlussquartal profitierte der Hersteller von seiner hohen Profitabilität in Nordamerika.

Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) kletterte um rund 16 Prozent auf 2,12 Milliarden Euro. Die entsprechende Marge verbesserte sich auf 7,1 Prozent. Der Umsatz legte konzernweit leicht um 1 Prozent auf 29,6 Milliarden Euro zu.

Dank dieser Entwicklung machte der Konzern im Schlussquartal noch Boden gut. Denn: Aufs Gesamtjahr gesehen bekam Fiat Chrysler die anhaltende Schwäche der Automärkte zu spüren. Während die Erlöse um 2 Prozent auf 108,2 Milliarden Euro zurückgingen, brach der Überschuss um rund ein Fünftel auf 2,7 Milliarden Euro ein.

Manley spricht von „historischem Jahr“
Fiat-Chrysler-Chef Mike Manley zeigte sich ungeachtet dessen zufrieden und bezeichnete 2019 als ein „historisches Jahr“. Im Herbst hatte Fiat Chrysler seine Fusionspläne mit dem französischen PSA -Konzern öffentlich gemacht, zu dem unter anderem auch Opel gehört. Durch den Zusammenschluss soll der weltweit viertgrösste Autobauer entstehen. Fiat Chrysler will jährliche Synergien von 3,7 Milliarden Euro erzielen, wie der Konzern nun bestätigte. Abgeschlossen werden soll der Deal Ende 2020 oder Anfang 2021, hiess es.

Ziele bestätigt
Für das laufende Jahr 2020 bestätigte der Konzern seine bereits bekannten Ziele. Demnach soll das bereinigte operative Ergebnis mehr als 7 Milliarden Euro betragen, nach 6,7 Milliarden 2019. Damit liegt der Konzern deutlich über den Erwartungen der Analysten. Der Mittelzufluss aus dem operativen Geschäft soll sich 2020 auf mehr als 2 Milliarden Euro belaufen, 2019 bezifferte er sich auf 2,1 Milliarden Euro. Den bereinigten Gewinn je Aktie (EPS) sieht Fiat Chrysler bei mehr als 2,80 Euro.

Zu Fiat Chysler gehören unter anderem auch die Marken Jeep, Maserati und Alfa Romeo. Der Zulieferer Magneti Marelli war im vergangenen Jahr verkauft worden. (awp/mc/pg)

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