General Electric im 3. Quartal: Deutlicher Gewinnrückgang um 29%

Jeff Immelt
GE-CEO Jeff Immelt tritt Ende Juli ab. (Foto: GE)

GE-Konzernchef Jeff Immelt. (Foto: GE)

Fairfield-  Der US-Grosskonzern General Electric (GE) muss einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Im dritten Quartal fiel der Überschuss um 29 Prozent verglichen mit dem Vorjahreswert auf 2,5 Milliarden Dollar (2,2 Mrd Euro), wie der Siemens -Rivale am Freitag mitteilte. Der Umsatz schrumpfte um ein Prozent auf 31,7 Milliarden Dollar. GE steckt mitten im Grossumbau, der Konzern will sich auf den Kernbereich Industrie konzentrieren und zieht sich aus dem Geschäft mit Finanzdienstleistungen zurück.

Um Sonderkosten bereinigt, stieg der Gewinn um drei Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. „In einem schwankungsvollen Marktumfeld hat sich GE gut geschlagen“, kommentierte Vorstandschef Jeff Immelt. Fortschritte gab es im Industriegeschäft. Dank gestiegener Verkäufe in der Transport- und Flugzeugsparte gelang es hier – trotz schwachem Absatz von Öl- und Gasförderausrüstung – den operativen Gewinn um fünf Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar zu erhöhen .

Fortschritte im Industriegeschäft
Fortschritte gab es im Industriegeschäft, das künftig das einzige Standbein von GE sein wird. Der operative Gewinn kletterte – vor allem dank gestiegener Verkäufe in der Transport- und Flugzeugsparte sowie im Geschäft mit Haushaltsgeräten – um fünf Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar. Allerdings setzt die durch den Ölpreisverfall bedingte Flaute im Energiegeschäft GE weiter zu. Der Absatz von Ausrüstung für die Öl- und Gasbranche brach zuletzt um 16 Prozent ein. Der Ölpreis ist auf Jahressicht um etwa die Hälfte gesunken, das setzt die Förderindustrie massiv unter Druck, weshalb sich Firmen mit Bestellungen zurückhalten.
Konzernumbau schreitet voran
GE steckt mitten im Grossumbau, der Konzern will sich auf den Kernbereich Industrie konzentrieren und zieht sich aus dem Geschäft mit Finanzdienstleistungen zurück. Erst am Dienstag war ein milliardenschwerer Geschäftsbereich der Tochter GE Capital an die US-Grossbank Wells Fargo verkauft worden. Am Mittwoch erhielt GE die Genehmigung der US-Finanzaufsicht für den Rückzug aus der Verbraucherkreditsparte Synchrony Financial. Der Konzern hatte dieses Geschäft bereits im vergangenen Jahr als selbstständiges Unternehmen an die Börse gebracht, hält aber bislang noch 85 Prozent. Durch einen Aktientausch will GE diese Beteiligung in der kommenden Woche abstossen. (awp/mc/cs)

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