Heineken weist Übernahmeangebot von SABMiller ab

Jean-François van Boxmeer
Heineken-CEO Jean-François van Boxmeer.

Jean-François van Boxmeer, CEO Heineken.

Amsterdam – Der niederländische Bierbrauer Heineken hat ein Übernahmeangebot des Konkurrenten SABMiller abgewiesen. Heineken sei nicht zu kaufen, geht aus einer Erklärung des Konzerns am Montag in Amsterdam hervor. Die Familie wolle «das Erbe und die Identität von Heineken als unabhängiges Unternehmen bewahren».

Die Familie und Heineken seien davon überzeugt, dass das Unternehmen weiter wachsen werde, heisst es in dem Schreiben. Nach Anlaystenmeinungen schliesst die Familie, die den Konzern kontrolliert, damit eine Übernahme kategorisch aus.

Schielt Anheuser-Busch InBev auf SABMiller?
SABMiller, der zweitgrösste Bierkonzern der Welt, hatte den Niederländern ein Angebot unterbreitet. Damit wollte sich der Konzern nach Ansicht von Analysten selbst vor einer Übernahme schützen. Weltmarktführer Anheuser-Busch InBev (Budweiser, Corona und Stella Artois) soll an SABMiller interessiert sein.

Heineken ist der drittgrösste Brauer auf dem Weltmarkt und hat im ersten Halbjahr 2014 dank der steigenden Absätze in Amerika, Westeuropa, Afrika und dem Nahen Osten einen unerwartet hohen operativen Gewinn von 1,45 Milliarden Euro eingefahren, fast zehn Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Konzernumsatz lag mit 10,2 Milliarden Euro zwar wegen Verkäufen und Wechselkurseffekten 1,4 Prozent unter dem Wert aus dem Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen mitteilte. Aus eigener Kraft wäre der Erlös aber um 4,6 Prozent gestiegen, hiess es. (awp/mc/ps)

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