Inflation in Spanien steigt auf 10% – Verlangsamung auf 7,6% in Deutschland

Spanien
Die Lebenshaltungkosten in Spanien steigen unvermindert an. (Foto: Unsplash)

Madrid – Der bereits rasante Preisauftrieb in Spanien hat sich beschleunigt. Die nach europäischer Methode gemessenen Verbraucherpreise (HVPI) erhöhten sich im Juni gegenüber dem Vorjahresmonat um 10,0 Prozent, wie das Statistikamt INE am Mittwoch in Madrid mitteilte. Im Vormonat hatte die Rate 8,5 Prozent betragen.

Analysten wurden von der Stärke des Preisauftriebs überrascht. Sie hatten für Juni im Schnitt nur mit einer Inflationsrate von 8,7 Prozent gerechnet. Auch im Monatsvergleich fiel der Preisanstieg unerwartet stark aus. In dieser Betrachtung legten die Verbraucherpreise um 1,8 Prozent zu, während der Markt nur einen Zuwachs um 0,8 Prozent erwartet hatte.

Inflation in Deutschland im Juni nur noch bei 7,6 Prozent
Der Preisauftrieb in Deutschland hat sich nach der Einführung des Tankrabatts und des 9-Euro-Tickets etwas verlangsamt. Nach einer ersten Schätzung des Statischen Bundesamtes lagen die Verbraucherpreise im Juni um 7,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Mai war die Jahresteuerungsrate getrieben vor allem von kräftigen Preissteigerungen für Energie und Lebensmittel auf 7,9 Prozent gestiegen. Sie erreichte damit den höchsten Stand seit fast 50 Jahren.

Besonders deutlich verteuerten sich auch im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat den vorläufigen Daten zufolge Energie (plus 38,0 Prozent) und Nahrungsmittel (plus 12,7 Prozent). (awp/mc/pg)

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