Oberstes US-Gericht öffnet Tür für Sammelklage gegen Bayer

Marijn Dekkers

Bayer-CEO Marijn Dekkers.

Washington – Der Oberste Gerichtshof in den USA hat die Tür für eine zunächst verwehrte Sammelklage gegen den Pharma- und Chemiekonzern Bayer wegen des umstrittenen Blutfettsenkers Lipobay nachträglich wieder aufgestossen. Wie der Supreme Court of the United States mitteilte, wurde die vorangegangene Entscheidung eines US-Berufungsgerichts widerrufen.

Dabei war eine Sammelklage im US-Bundesstaat West Virginia zunächst verhindert worden. Bei der Klage geht es um Erstattung wirtschaftlicher Schäden.

Vorwurf der Kompetenzüberschreitung
Der Oberste Gerichtshof begründete die Entscheidung mit Kompetenzüberschreitungen. Laut einem Sprecher bedauert Bayer die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA. Der Konzern werde sich weiterhin zur Wehr setzen, insbesondere auch gegen die Zulassung als Sammelklage, sollte der Fall vor dem Gericht in West Virginia fortgesetzt werden. Bayer hatte das Mittel 2001 vom Markt genommen, nachdem es mit 31 Todesfällen in Verbindung gebracht worden war. (awp/mc/ps)

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