Österreich schickt Ungeimpfte in den Lockdown

Österreich schickt Ungeimpfte in den Lockdown
Kurzes Gastspiel im Kanzleramt: Alexander Schallenberg.

Wien – Drastische Massnahmen im Kampf gegen die Pandemie: Österreicher, die weder Impfung noch Genesung nachweisen können, dürfen ihre Wohnung von Montag an nur noch unter bestimmten Bedingungen verlassen.

Im Kampf gegen die vierte Corona-Welle gilt in Österreich von diesem Montag an ein Lockdown für Ungeimpfte. Das haben Bundeskanzler Alexander Schallenberg und die Regierungschefs der Länder beschlossen. Die Massnahmen seien nötig zur «Verhinderung eines Zusammenbruchs der medizinischen Versorgung», heisst es in dem Beschluss.

Laut Beschluss dürfen Menschen, die nicht geimpft oder genesen sind, ihre Wohnungen im ganzen Land nur noch in Ausnahmefällen verlassen. Dazu gehören notwendige Besorgungen, der Weg zur Arbeit, Ausgänge zur körperlichen und psychischen Erholung und zur «Befriedigung religiöser Grundbedürfnisse». Für Kinder unter zwölf Jahren soll das nicht gelten.

Verordnung vorerst bis 24. November befristet
Die in der Verordnung vorgesehenen Massnahmen bilden einen Mindestrahmen, die Bundesländer können über diese Massnahmen noch hinausgehen und strengere Regeln erlassen. Die Verordnung gilt vorerst bis 24. November befristet und müsste dann verlängert werden.


Schon jetzt sind die Einschränkungen für Ungeimpfte gross, etwa durch die 3G-Regel am Arbeitsplatz und die 2G-Regel im öffentlichen Leben. Bereits seit Anfang November gelten die Verschärfungen. Sie zeigen nun auch Wirkung zeigen. Die Zahl der Impfungen stieg sprunghaft an und liegt nun wieder auf dem Niveau von Juli.

Die Impfquote beträgt rund 65 Prozent – wie etwa auch in der Schweiz. Bei den Corona-Neuinfektionen werden fast täglich Rekorde verzeichnet. Am Samstag wurden mehr als 13’000 Infektionen registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz an Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner stieg auf 814,6. (mc/ps)e

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