Oxygen präsentiert am Swiss Equity biotech day

Chris Stern

Oxygen-CEO Chris Stern.

Morrisville – Seit dem letztjährigen Biotech Day konnte Oxygen Biotherapeutics Kooperationen mit renommierten Partnern aus dem militärischen Bereich aufgleisen oder vertiefen. Dieser Vertrauensbeweis wird helfen, in Zukunft wieder vermehrt private Geldgeber zu involvieren. Klar ist: Für alle Medikamente von Oxygen Biotherapeutics liegt der grosse Markt in der zivilen Nutzung.

Während die grossen Pharmakonzerne weltweit über leere Pipelines klagen, sind die Anwendungsmöglichkeiten des Sauerstoffträgers Oxycyte von Oxygen Biotherapeutics nahezu unbegrenzt. Mit der Kosmetiklinie Dermacyte sind bereits zwei Produkte auf dem Markt, ein weiteres Kosmetikum wird im Laufe dieses Jahres folgen. Alle Dermacyte-Produkte sind über die eigenständige Vertriebsfirma Dermacyte Schweiz AG ab sofort auch in Europa erhältlich. Die rasch wachsenden Einnahmen aus den Dermacyte-Verkäufen werden die Burn Rate in den nächsten Monaten und Jahren spürbar senken. «Unser Sauerstoffträger verspricht mindestens ein Dutzend attraktive topische und intravenöse Anwendungen. Ich bin deshalb sehr zufrieden, dass wir seit dem letztjährigen Biotech Day potente Partner gefunden haben, um die wichtigsten dieser Applikationen energisch voranzutreiben», erklärt Dr. Chris Stern, Chairman und CEO von Oxygen Biotherapeutics.

Schädelhirntrauma: Kooperation mit US Army

Die US Army bewilligte diesen März zwei Millionen Dollar für eine bis 2013 laufende vorklinische Studie, welche die Auswirkungen von Oxycyte auf das Immunsystem sowie auf Funktion und Verteilung der Blutplättchen untersucht. Damit soll das Sicherheitsprofil von OxyTBI abgerundet werden. Das Medikament steht zurzeit in der Phase II-b und hat das Potenzial, Schäden durch Sauerstoffmangel bei Schädelhirntrauma weltweit zu halbieren. Für die jetzt bevorstehende zweite Kohorte soll die Studie von schwerem Schädelhirntrauma auf mittelschwere und milde Fälle ausgedehnt werden. Dadurch vergrössern sich Anwendungsbereich und Marktpotenzial des Medikaments massiv.

Kooperation mit der israelischen Armee
Bei der Entwicklung von OxyTBI arbeitet Oxygen Biotherapeutics seit letztem Oktober auch mit Israel zusammen. Die israelische Armee hat entschieden, dass ihre Soldaten bei schwerem Schädelhirntrauma keine Bewilligung mehr brauchen, um in Spitälern in Israel an der Phase II-b-Studie von Oxygen Biotherapeutics teilzunehmen.

Dekompressionskrankheit: Kooperation mit US Navy

Eine weitere wichtige Zusammenarbeit betrifft die Dekompressionskrankheit. Die US Navy entwickelt den Oxycyte als Medikament gegen die Taucherkrankheit. Diese Kooperation hat Oxygen Biotherapeutics bisher 3,9 Millionen Dollar an Forschungsgeldern eingespart. Das Forschungsprogramm wird bis 2013 dauern und sieht ein vereinfachtes Bewilligungsverfahren vor.

Wundheilung: Kooperation mit US-Verteidigungsministerium

Zusammen mit dem medizinischen Zentrum der Hackensack Universität in New Jersey untersucht Oxygen Biotherapeutics ferner das Oxycyte-Präparat Wundecyte für die Wundheilung. In der vom US-Verteidigungsministerium finanzierten vorklinischen Studie wird auch die Behandlung mit dem neuen Wundecyte-Pflaster für tiefe exzisionale Wunden sowie Brandwunden 2. Grades geprüft.

Kooperationen für weitere Applikationen

Zusätzlich zu den oben erwähnten Produkten befinden sich zurzeit voneinander unabhängige, von Drittparteien initiierte und finanzierte Studien für Leber-Organ-Konservierung, Kohlenmonoxid-Vergiftung, arterielle Gasembolie bei kardiochirurgischen Eingriffen, Sichelzellkrise und Nieren-Organkonservierung in Entwicklung. Zwei Studien der University of Miami Miller School of Medicine zur Perfluorcarbon-Emulsion Oxycyte™ im Mausmodell zeigten letztes Jahr zudem eine signifikante neuroprotektive Wirkung bei einer Rückenmarksverletzung.

Militär finanziert zivile Applikation
«Wir werten das breite Engagement der US-Streitkräfte als Beweis für das hohe Potential unseres Sauerstoffträgeres. Dies wird uns dabei helfen, in den nächsten Monaten wieder vermehrt private Geldgeber zu involvieren. Entsprechende Gespräche sind im Gang», erklärt CEO Dr. Chris Stern. Zudem ist zu begrüssen, dass durch die vielfältigen Kooperationen militärische Forschungs-gelder letztlich der zivilen Anwendung zugute kommen. Denn klar ist: Der grosse Markt liegt für alle Medikamente von Oxygen Biotherapeutics in der zivilen Nutzung.

«Millionen Opfer von Verkehrsunfällen im Auge»
«Bei der Schädelhirntrauma-Applikation haben wir zuallererst die weltweit Millionen Opfer von Verkehrsunfällen im Auge. Mit Wundecyte wollen wir insbesondere der rasch wachsenden Zahl von Diabetikern mit chronischen Wunden helfen. Darüber hinaus rechnen wir damit, die Spitalaufenthaltsdauer vieler Patienten mit offenen Wunden generell verkürzen zu können», betont Dr. Gerald Klein, Chief Medical Officer von Oxygen Biotherapeutics. (Oxygen/mc/ps)

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