Roboterbauer Kuka steigert Gewinn durch Bilanzeffekt

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Kuka-Industrieroboter. (Foto: Kuka)

Ausgburg – Der Roboterbauer Kuka hat im ersten Quartal des Jahres deutlich mehr Gewinn erzielt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg um 45,1 Prozent im Vorjahresvergleich auf 22,2 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag in Augsburg mitteilte. Unter dem Strich steigerte Kuka seinen Gewinn um mehr als die Hälfte auf 15 Millionen Euro. Die Kuka-Aktie notierte am Morgen über ein Prozent im Plus.

Der Anstieg sei unter anderem auf eine veränderte Konsolidierungsmethode im Zusammenhang mit der Gründung des bereits im vergangenen Jahr angekündigten Logistik-Gemeinschaftsunternehmens mit der Midea Group im Segment China zurückzuführen, hiess es. Kuka gehört mehrheitlich dem chinesischen Midea-Konzern.

Der Umsatz ging in den ersten drei Monaten um 0,9 Prozent auf 737,7 Millionen Euro zurück. Besonders die Sparte Systems, die unter anderem Anlagenprojekte für die Automobilindustrie umfasst, schwächelte. Die Erlöse sanken in diesem Geschäftsfeld um 13,4 Prozent. Grund dafür sei ein schwieriges Marktumfeld, so hätten US-Automobilkunden ihre Investitionen zurückgefahren.

Umbauprozess
Das Unternehmen, das unter anderem Industrieroboter baut und Automatisierungslösungen anbietet, befindet sich in einem Umbauprozess. Die Organisation der Geschäftsbereiche wurde dahingehend verändert, dass sie nun die fünf Felder Systems, Robotics, Logistics Automation, Healthcare und China umfasst. Ziel sei die stärkere Ausrichtung auf die Kunden. Ende März hatte Kuka angekündigt, fast ein Zehntel der Stellen an seinem Unternehmenssitz in Augsburg streichen zu wollen. Bis 2021 will das Unternehmen 300 Millionen Euro sparen.

Kuka-Chef Peter Mohnen hält an der bisherigen Prognose fest. „Wir rechnen aufgrund unserer Markterwartungen mit einer weiteren Verbesserung in der zweiten Jahreshälfte. Wir gehen ausserdem davon aus, dass die Effizienzmassnahmen dann verstärkt greifen“, sagte er. Im Gesamtjahr soll der Umsatz leicht auf 3,3 Milliarden Euro steigen, nach 3,2 Milliarden Euro im Jahr 2018. Die Ebit-Marge soll bei rund 3,5 Prozent liegen, nach 3 Prozent im ersten Halbjahr. (awp/mc/ps)

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