Russische Wirtschaft schrumpft laut Prognose 2015 um 4,8%

Wladimir Putin
Russlands Staatspräsident Wladimir Putin. (Foto: The Presidential Press and Information Office)

Russlands Staatspräsident Wladimir Putin. (Photo: the Presidential Press and Information Office)

London – Die niedrigen Ölpreise und die Sanktionen des Westens lassen die russische Wirtschaft 2015 stärker schrumpfen als bisher angenommen. Die in London ansässige Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) korrigierte ihre Erwartungen am Montag drastisch nach unten.

Sie rechnet jetzt mit einem Minus von 4,8 Prozent. Im September war sie noch davon ausgegangen, dass die russische Konjunktur in diesem Jahr um lediglich 0,2 Prozent nachgibt.

Gesunkener Ölpreis erhöht Druck auf «bereits anfälliges Russland»
Der Verfall des Ölpreises habe den Druck auf das «bereits anfällige Russland» erhöht, erklärte die EBRD in ihrem wirtschaftlichen Ausblick.

Der gesunkene Ölpreis bremse das Wachstum in energieexportierenden Ländern und anderen aufstrebenden Nationen, die enge Verbindungen nach Russland unterhielten. Betroffen seien unter anderen auch Kasachstan und Aserbaidschan.

151,5 Mrd Dollar 2014 aus Russland abgezogen worden
Wegen eines Überangebots, einer geringen Nachfrage und des starken Dollars sind die Ölpreise seit Juni um 60 Prozent gefallen. Der Absturz der Ölpreise und die wegen der Ukraine-Krise verhängten Wirtschaftssanktionen des Westens belasten auch den Rubel.

Sein Kurssturz und die Ukraine-Krise sorgten laut der russischen Zentralbank dafür, dass Anleger und Investoren im vergangenen Jahr 151,5 Mrd. Dollar aus Russland abzogen. Erst 2013 hatte die Kapitalflucht mit 61 Mrd. Dollar einen Höchststand erreicht. (awp/mc/ps)

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