Ryanair übernimmt Laudamotion komplett

Michael O'Leary
Ryanair-CEO Michael O'Leary. (Foto: Ryanair)

Wien – Der irische Billigflieger Ryanair hat alle Anteile von Laudamotion übernommen. Bisher hielt Ryanair 75 Prozent der Anteile an der österreichischen Fluggesellschaft, die Niki Lauda Holding die restlichen 25 Prozent. Wie Laudamotion am Dienstag mitteilte, ist die Fluggesellschaft nun eine 100-prozentige Tochter der Ryanair Holding.

Der Ex-Formel-1-Fahrer und Luftfahrtunternehmer Niki Lauda wird als Vorsitzender des Gesellschafter-Ausschusses weiter an Bord bleiben, sagte Firmenchef Andreas Gruber. Lauda hatte sich im Bieterkampf um die insolvente Air Berlin deren ebenfalls insolvente Tochter Niki gesichert und aus dem Bestand Laudamotion gegründet. Ende August übernahm Ryanair 75 Prozent der Anteile des Unternehmens.

Zudem kündigte Laudamotion am Dienstag einen ambitionierten Wachstumsplan an: Im Sommer soll die Flotte von 19 auf 25 Flugzeuge und bis zum Geschäftsjahr 2021/2022 auf dann 40 Flugzeuge ausgebaut werden. Die Airline will dann zehn Millionen Passagiere befördern – im ersten Geschäftsjahr nach der Gründung 2018 rechnet das Unternehmen mit vier Millionen Passagieren. Langstrecken-Pläne hegt das Unternehmen derzeit keine.

In diesem ersten Geschäftsjahr nach der Gründung machte die Fluglinie Verluste von rund 140 Millionen Euro. Firmenchef Gruber erklärte, dass er im zweiten Geschäftsjahr von maximal 50 Millionen Euro Verlust ausgeht. Im dritten Geschäftsjahr soll die Airline dann profitabel fliegen.

Ryanair-Chef O’Leary: Brexit ist die „dümmste Idee seit 100 Jahren“
Der Chef der irischen Billigfluglinie Ryanair hält den Brexit für die „dümmste Idee seit 100 Jahren“. „Aber ich bin sicher, dass es keinen harten Brexit geben wird“, sagte Michael O’Leary am Dienstag in Wien. Für die Fluglinie mache es aber keinen Unterschied, welches Ergebnis bei den Brexit-Verhandlungen erzielt werde: Ryanair sei von den Brexit-Folgen weniger betroffen als andere Fluglinien, da das Unternehmen in der EU registriert sei. „Der Brexit trifft die in Grossbritannien registrierten Fluglinien deutlich härter.“

Für die beste Lösung hält O’Leary eine Übergangsphase im Verhältnis von Grossbritannien und der EU, in der „es sich London noch mal anders überlegt und doch in der EU bleibt“, sagte O’Leary. Sollte es ein zweites Referendum geben, glaubt O’Leary an ein anderes Ergebnis als noch bei der Abstimmung 2016, da aus seiner Sicht dann mehr jüngere Leute teilnehmen würden. „Aber es würde auch zu mehr politischen Probleme in Grossbritannien führen.“ (awp/mc/ps)

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