Sparprogramm bei Air France-KLM reicht nicht: Weitere Sanierungsschritte

Alexandre de Juniac
IATA-Direktor Alexandre de Juniac.

Air France-KLM-Chef Alexandre de Juniac.

Paris – Die angeschlagene Fluggesellschaft Air France-KLM bereitet sich trotz jüngster Verbesserungen auf weitere Sparmassnahmen vor. Die Sanierung des Mittelstrecken- und Frachtgeschäfts brauche mehr Zeit als erwartet, sagte Konzernchef Alexandre de Juniac am Freitag bei der Vorlage der Halbjahresbilanz. Die zusätzlichen Sanierungsschritte will der französisch-niederländische Konzern im Herbst beschliessen und ab Anfang 2014 umsetzen. Für 2013 erwarte die Unternehmensführung einen operativen Gewinn, sagte Finanzchef Philippe Calavia. In den vergangenen Monaten zeigten die eingeleiteten Kürzungen bereits Wirkung.

Im zweiten Quartal erzielte die Gesellschaft dank gesunkener Personal- und Treibstoffkosten einen operativen Gewinn von 79 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte hier noch ein Verlust in gleicher Höhe gestanden. Analysten hatten nun allerdings noch zehn Millionen Euro mehr erwartet. Unter dem Strich schrumpfte der Verlust von 897 Millionen auf 163 Millionen Euro.

Bislang 5’400 Stellen gestrichen
Für das erste Halbjahr steht allerdings immer noch ein operatives Minus von 451 Millionen und ein Nettoverlust von 793 Millionen Euro zu Buche. Wie viele Konkurrenten in Europa versucht Air France-KLM mit einem harten Sparkurs gegen anhaltende Verluste anzusteuern. Insgesamt sollen im Zuge des laufenden Programms «Transform 2015» rund 5.100 Stellen bei Air France und 1.300 bei der niederländischen KLM wegfallen. (awp/mc/ps)

 

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