Total rechnet sich in Libyen Chancen für neue Geschäfte aus

Christophe de Margerie

Total-Chef Christophe de Margerie.

Düsseldorf – Der französische Mineralölkonzern Total rechnet sich nach dem Sieg der Rebellen Chancen für neue Geschäfte in Libyen aus. «Wir könnten das Geschäft mit Flüssiggas entwickeln oder der nationalen Ölgesellschaft helfen, ihre Öl- und Gasreserven aggressiver und strukturierter zu erschliessen», sagt Unternehmenschef Christophe de Margerie dem «Handelsblatt» vom Montag.

Total will bis Ende des Jahres der neuen Regierung eine Liste mit neuen Vorschlägen für Projekte vorlegen. Frankreich und Grossbritannien halfen den Rebellen aktiv mit Luftschlägen,das Gaddafi-Regime zu vertreiben. Nun hoffen beide Länder, bei der Neuverteilung lukrativer Aufträge bevorzugt zu werden. Der Total-Chef rechnet sich zwar bei den Verhandlungen als französischer Konzern Vorteile aus, erwartet aber keinen Transfer bestehender Verträge von Wettbewerbern. Neben Total fördert unter anderem auch die Tochter des deutschen Chemiekonzerns BASF, Wintershall, schon seit Jahrzehnten Öl in Libyen. (awp/mc/ps)

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