Unilever steigert Umsatz trotz Abkühlung in Schwellenländern

Paul Polman
Unilever-CEO Paul Polman.

Unilever-CEO Paul Polman.

London / Amsterdam – Der Konsumgüterhersteller Unilever hat 2015 zulegen können trotz der wirtschaftlichen Abkühlung in vielen Schwellenländern. Insbesondere gute Verkäufe von Eis und Pflegeprodukten, aber auch Preiserhöhungen halfen dem Konzern auf die Sprünge.

Am Ende stieg der Umsatz im vergangenen Jahr um 10 Prozent auf 53,3 Milliarden Euro, wie der Hersteller von Knorr-Tütensuppe, Magnum-Eis oder Dove-Duschgel am Dienstag mitteilte. Bereinigt um Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe entsprach dies einem Plus von 4,1 Prozent, was mehr war als erwartet.

Analyst Warren Ackerman von der französischen Grossbank Societe Generale sprach von einer recht ordentlichen Entwicklung. In Amsterdam legten Unilever-Aktien am Morgen in einem freundlichen Umfeld um 2,33 Prozent zu.

2016: Rauere Marktbedingungen und starke Schwankungen erwartet
Der Konzern stellt sich laut Chef Paul Polman im laufenden Jahr aber auf rauere Marktbedingungen und starke Schwankungen ein. Trotz der jüngsten Turbulenzen in China glaube er aber weiterhin an die langfristige Wachstumsgeschichte des Landes, sagte er Bloomberg-TV. Die Umstellung des chinesischen Wirtschaftsmodells sorge für Reibungen.

Beim Gewinn musste Unilever im vergangenen Jahr bereits Abstriche machen, was aber im Wesentlichen daran lag, dass der Verkauf von Pastasaucen-Marken im Jahr davor das Ergebnis merklich erhöht hatte. So ging der auf die Anteilseigner entfallende Gewinn im vergangenen Jahr um 5 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro zurück. (awp/mc/ps)

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