US-Arbeitsmarkt startet robust ins Jahr

Arbeit
(Photo by Charles Koh on Unsplash)

Washington – Der amerikanische Arbeitsmarkt hat sich zu Jahresbeginn robust entwickelt, im gesamten vergangenen Jahr aber etwas an Tempo verloren. Wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte, wurden im Januar 225 000 neue Jobs geschaffen. Das ist deutlich mehr als die von Analysten erwarteten 165 000 neuen Stellen. Zudem wurde die Entwicklung in den beiden Vormonaten leicht nach oben korrigiert.

Im Gesamtjahr 2019 wurden nach neuen Zahlen rund 2,1 Millionen Arbeitsplätze geschaffen. Das sind weniger neue Stellen, als die amerikanische Wirtschaft ein Jahr zuvor kreiert hat. Im Jahr 2018 betrug der gesamte Stellenzuwachs gemäss der jährlich stattfindenden Datenrevision gut 2,3 Millionen. Fachleute führen das geringere Tempo auch auf die zunehmend knapper werdenden Arbeitskräfte zurück. In den USA herrscht nahezu Vollbeschäftigung.

Arbeitslosenquote leicht angestiegen
Das zeigt auch die Arbeitslosenquote, die im Januar zwar leicht anstieg. Sie bewegt sich mit 3,6 Prozent aber immer noch auf sehr niedrigem Niveau. Im Dezember hatte sie mit 3,5 Prozent auf dem tiefsten Stand seit 50 Jahren gelegen. US-Präsident Donald Trump stellt die robuste Verfassung des Arbeitsmarkts gerne heraus und schreibt den Erfolg ausschliesslich seiner Politik zu.

Lohnentwicklung weiterhin geringer als zu erwarten wäre
Die Lohnentwicklung beschleunigte sich etwas, bleibt aber weiter hinter den Zuwächsen zurück, die angesichts des soliden Arbeitsmarkts zu erwarten wären. Im Monatsvergleich stiegen die Löhne im Januar um 0,2 Prozent, gegenüber dem Vorjahresmonat legten sie um 3,1 Prozent zu. Die vergleichsweise moderaten Lohnanstiege gelten als ein Rätsel des aktuellen Konjunkturaufschwungs in den USA und als wichtiger Grund für die moderate Inflation. (awp/mc/pg)

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