VP Bank Spotanalyse: USA – Künstliche Intelligenz kostet Jobs, Dienstleistungssektor schafft welche

VP Bank Spotanalyse: USA – Künstliche Intelligenz kostet Jobs, Dienstleistungssektor schafft welche
Thomas Gitzel, Chief Economist VP Bank. (Foto: VP Bank)

US-Arbeitsmarktbericht mit zweitem Jobzuwachs in Folge: Ausserhalb des US-Landwirtschaftssektors entstanden im April 115’000 neue Stellen. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 4.3%. Am US-Arbeitsmarkt steht damit das zweite Jobplus in Folge zu Buche. Zuvor war der Stellenzuwachs von hoher Volatilität geprägt. Phasen mit Stellenaufbau wechselten sich mit Jobabbau ab. Die aktuellen Zahlen sprechen nun für mehr Stabilität.

von Thomas Gitzel, Chief Economist VP Bank

Neue Jobs entstanden erneut vor allem im Dienstleistungssektor. Besonders gefragt blieben Bereiche, in denen menschliche Arbeit zentral ist. Dazu zählen der Pflegebereich sowie der Einzelhandel. In anderen Dienstleistungssegmenten ersetzt künstliche Intelligenz (KI) zunehmend Arbeitskräfte. Das führt dort zu einem Stellenabbau. Die Beschäftigung in der Informationstechnologie war auch im April rückläufig. Seit dem Höchststand im November 2022 sank die Beschäftigung im US-Informationssektor um 342’000 Stellen, was einem einem Rückgang von 11 % entspricht. Diese Entwicklung zeigt, wie stark KI den Arbeitsmarkt bereits verändert.

Die Zahl der neu geschaffenen Stellen war in den vergangenen Monaten von starken Schwankungen geprägt. Nun scheint der US-Arbeitsmarkt in ruhigeres Fahrwasser zu kommen. Vorlaufende Arbeitsmarktindikatoren deuten auf leicht positive Zuwachsraten hin.

Damit besteht kein Bedarf für Zinssenkungen. Das Wachstum der US-Wirtschaft bleibt robust. Der designierte Fed-Chef Kevin Warsh dürfte für Zinssenkungen, mit denen er liebäugelt, keine Mehrheit im Offenmarktausschuss finden. (VP Bank/mc)

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