US: Empire-State-Index auf höchstem Stand seit 2014

Konjunktur USA

New York –  Die Stimmung in der Industrie im US-Bundesstaat New York hat sich im Februar stark verbessert. Der Empire-State-Index stieg um 12,2 Punkte auf 18,7 Zähler, wie die regionale Notenbank von New York am Mittwoch mitteilte. Das ist der höchste Stand seit September 2014. Analysten hatten lediglich einen Wert von 7,0 Punkten erwartet. Auch der Inflationsanstieg und die Detailhandelsumsätze liegenim Januar über den Erwartungen.

Der Empire-State-Index misst die Geschäftstätigkeit der Industrie im Staat New York. Als Frühindikator gibt er Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung in den USA. Er ist im Vergleich zu anderen Indikatoren aber schwankungsanfällig. Der Index wird durch Befragungen von Unternehmensvertretern ermittelt. Abgefragt werden unter anderem die Lagerbestände, Preise, Auftragseingänge und Absatzzahlen. Ein Wert unter null Punkten signalisiert eine Schrumpfung der wirtschaftlichen Aktivität. Positive Werte weisen dagegen auf Wachstum.

US-Inflation steigt deutlich über zwei Prozent
Der Preisauftrieb in den USA nimmt weiter zu und erreichte zum Jahresauftakt das stärkste Niveau sei fast fünf Jahren. Wie das Arbeitsministerium am Mittwoch mitteilte, erhöhten sich die Verbraucherpreise im Januar zum Vorjahresmonat um 2,5 Prozent. Das ist der stärkste Anstieg seit März 2012. Im Dezember hatte die Inflationsrate 2,1 Prozent betragen. Bankvolkswirte hatten mit einem Anziehen der Teuerung im Januar auf 2,4 Prozent gerechnet. Im Monatsvergleich stieg das Preisniveau um 0,6 Prozent und damit ebenfalls stärker als erwartet. Die Kerninflation, die Energie- und Lebensmittelpreise aussen vor lässt, lag im Januar bei 2,3 Prozent. Analysten hatten 2,1 Prozent erwartet. Die US-Notenbank Fed strebt eine Gesamtinflationsrate von zwei Prozent an, verwendet als Richtschnur aber einen anderen Preisindex. Anstatt des allgemeinen Verbraucherpreisindexes (CPI) konzentriert sie sich auf einen Preisindex, der sich nach den Konsumausgaben bemisst (PCE).

US-Einzelhandelsumsätze steigen deutlich stärker als erwartet
Die Umsätze des US-Einzelhandels sind im Januar deutlich stärker als erwartet gestiegen. Die Einzelhandelsumsätze seien um 0,4 Prozent zum Vormonat geklettert, teilte das Handelsministerium am Mittwoch in Washington mit. Analysten hatten nur mit einem Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet. Zudem wurde der Anstieg im Vormonat von 0,6 Prozent auf 1,0 Prozent nach oben revidiert. Ohne die schwankungsanfälligen Autoverkäufe stiegen die Umsätze im Januar sogar um 0,8 Prozent. Auch dies lag deutlich über den Markterwartungen. Hier war ein Anstieg von 0,4 Prozent prognostiziert worden. Der Anstieg im Vormonat wurde von 0,2 Prozent auf 0,4 Prozent nach oben revidiert.

US-Industrieproduktion sinkt überraschend
Die Industrieproduktion in den USA ist im Januar überraschend gefallen. Die Gesamtproduktion sank um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie die US-Notenbank am Mittwoch in Washington mitteilte. Bankvolkswirte hatten mit einer Stagnation gerechnet. Zudem wurde der Anstieg im Vormonat von 0,8 Prozent auf 0,6 Prozent nach unten revidiert. Die Kapazitätsauslastung fiel um 0,3 Prozentpunkte auf 75,3 Prozent. Volkswirte hatten mit 75,4 Prozent gerechnet. (awp/mc/cs)

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