US-Handelsdefizit sinkt im April um 2,1 Prozent

US-Handelsdefizit sinkt im April um 2,1 Prozent

Washington – Das Defizit in der US-Handelsbilanz ist im April weiter gesunken. Das Defizit fiel um eine Milliarden Dollar oder 2,1 Prozent auf 46,2 Milliarden US-Dollar, wie das Handelsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Der Rückgang folgt auf eine wesentlich deutlichere Verringerung im Vormonat. Analysten hatten im Mittel mit einem Fehlbetrag von 49 Milliarden Dollar gerechnet.

Ausschlaggebend für die Entwicklung waren sowohl etwas höhere Exporte als auch geringere Importe. Die Ausfuhren stiegen um 0,3 Prozent auf einen Rekordwert von 211,2 Milliarden Dollar. Die Einfuhren fielen dagegen um 0,2 Prozent auf 257,4 Milliarden Dollar. Das Defizit im Vormonat März wurde nachträglich von 49 Milliarden auf 47,2 Milliarden Dollar korrigiert.

Defizit mit China etwas niedriger
Das besonders im Mittelpunkt stehende Handelsdefizit mit China verringerte sich im April um 3,4 Milliarden auf 30,8 Milliarden Dollar. Mit China steht die US-Regierung im Handelsstreit, weil sie dem Land vorwirft, zu viel in die USA zu exportierten und zu wenig nach China zu importieren. US-Präsident Donald Trump sieht darin eine Benachteiligung seines Landes.

Ebenfalls niedriger fiel das Handelsdefizit der USA mit Mexiko aus, während sich der Überschuss mit Kanada in ein Defizit wandelte. Mit beiden Staaten verhandeln die USA derzeit über die Fortführung des Nafta-Freihandelsabkommens, das Trump aus ähnlichen Gründen wie den bilateralen Handel mit China kritisch sieht.

Handelsdefizit mit Europa leicht angestiegen
Das Handelsdefizit der USA mit der Europäischen Union stieg unterdessen leicht an. Mit der EU befinden sich die USA ebenfalls im Handelsstreit. Es geht vor allem um von den USA auferlegte Zölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte.

Das Ministerium korrigierte auch vorläufige Daten für das vergangene Jahr. Demnach fiel das Handelsdefizit der USA mit dem Rest der Welt etwas niedriger aus als bisher bekannt. Es belief sich im Jahr 2017 auf 552,3 Milliarden Dollar. Das sind 16,1 Milliarden Dollar weniger als bislang ermittelt. (awp/mc/pg)

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